Das Land an der Ostsee hat im bundesweiten Vergleich die meisten Ökobetriebe. Deren Anteil liegt bei 17 Prozent. Gefördert werden sollen vor allem gesamte Produktionsketten.
Bis 2013 will Landwirtschaftsminister Till Backhaus zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Mecklenburg-Vorpommerns im Ökolandbau haben
© Angelika Lindenbeck
2011 wurden vom Landwirtschaftsministerium über 4,5 Millionen Euro als Zuschuss über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) und etwa fünf Millionen Euro über die Markstrukturverbesserung für Investitionen im Bereich des ökologischen Landbaus ausgezahlt. "Wir unterstützen den Aufbau gesamter Produktionsketten im Ökolandbau, beispielsweise durch die Förderung von Bio-Futtermittelwerken und den Aufbau einer Bio-Molkerei, um unnötige Transporte zu verhindern und regionale Stoffkreisläufe zu schließen", erklärt Landwirtschaftsminister Till Backhaus.
17 Prozent aller Landwirte Mecklenburg-Vorpommerns sind Biobauern, neun Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird ökologisch bewirtschaftet. Außerdem erzeugt das Ostseeland
- 20 Prozent des Bio-Schweine- und Rindfleisches sowie
- 25 Prozent
der Bio-Eier Deutschlands.
Landwirtschaftsminister Backhaus setzt weiter auf Bio. In der Förderperiode von 2007 bis 2013 erhalten Landwirte insgesamt 115 Millionen Euro Flächenprämie. Das sind 46 Millionen Euro mehr als in der vergangenen Förderperiode.
Zusammen mit den Fördermitteln für AFP und die
Markstrukturverbesserungen sowie den kombinierbaren
Agrar-Umweltmaßnahmen fließen 15 Prozent der gesamten
ELER-Förderung in die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft. Im Rahmen des AFP erhalten Biobetriebe eine zusätzliche Förderung. Der Zuschuss in die
ökologische Tierhaltung entspricht mit 35 Prozent dem maximal zulässigen
Fördersatz für besonders tierartgerechte Haltungsverfahren.
Kleine Strukturen speziell im Blick
Backhaus will speziell auch Betriebe mit kleinen Strukturen unterstützen. Deswegen hat er den Mindestbetrag für förderfähige
Investitionen auf 20.000
Euro und bei der Diversifizierung (beispielsweise für die Gründung eines Hofladens) auf
10.000 Euro herabgesetzt.
Um neue Absatzpotentiale zu erschließen, erhalten auch Initiativen wie "ländlichfein", bei denen die Verwendung
regionaler Produkte in der Gastronomie Ziel ist, Geld.
Die Unterstützung der Leistungen des ökologischen Landbaus durch die
Landesregierung wird durch konkrete Aussagen in der
Koalitionsvereinbarungen der Landesregierung verankert.
Bis 2013 sollen zehn Prozent der Landwirtschaftsfläche Mecklenburg-Vorpommerns ökologisch bewirtschaftet sein.