Hannover - Die steigende Nachfrage nach Bioprodukten wirkt sich auch auf die regionale Fachausstellung BioNord aus. 430 Aussteller haben sich für die Messe angemeldet, die am 15. und 16. Oktober in Hannover stattfindet. Das ist ein Wachstum von mehr als 20 Prozent. Mit dabei sind in diesem Jahr auch die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft und das Kompetenzzentrum Ökolandbau aus Visselhövede. Sie präsentieren das Land Niedersachsen auf einem 100 Quadratmeter großen Messestand in Halle 13, Stand 13H12, und beraten zu den vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten des Landes für Landwirte und Hersteller. Weitere Schwerpunkte werden die Exportmöglichkeiten für niedersächsische Bioprodukte und die Vorstellung niedersächsischer Produktneuheiten sein.
Die BioNord richtet sich an Fachpublikum wie Naturkostfachgeschäfte, Bio-Supermärkte, Abo-Kisten-Services oder Direktvermarkter. Die BioNord ist Sonnabend, 15. Oktober, von 14 bis 19 Uhr, für die Abendveranstaltung ab 19.30 Uhr und Sonntag, 16. Oktober, von 9 bis 17:30 Uhr geöffnet. Am Sonntagnachmittag wird der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann zu einem Pressegespräch und anschließendem Messerundgang erwartet. Die Eintrittskarte kostet 15 Euro, Kinder und Auszubildende (mit Nachweis) haben freien Eintritt. Die Eintrittskarte ist für beide Tage gültig. Eine Akkreditierung unter www.bionord.de ist für alle Besucher zwingend erforderlich.
Ob Ökokarotten oder Naturbrot: Lebensmittel in Bio-Qualität stehen hoch im Kurs. Fast jeder Supermarkt hat inzwischen eine Bio-Abteilung, in den Großstädten eröffnen immer mehr Läden, die ausschließlich Ökoprodukte anbieten. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, wurden in Niedersachsen im vergangenen Jahr 74.300 ha der 2.578.300 ha landwirtschaftlicher Fläche ökologisch bewirtschaftet. Das sind lediglich knapp drei Prozent. Im Ländervergleich ist das vielseitige Agrarland Niedersachsen damit Schlusslicht – die Landwirte entscheiden sich hierzulande aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten öfter für andere Betriebsschwerpunkte. Den größten Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche hält Brandenburg (10,8 Prozent) vor dem Saarland (10,2 Prozent) und Hessen (9,9 Prozent). Bei den Betrieben spiegelt sich dieses Bild wider: Mit 1.344 Biohöfen in Niedersachsen liegt der Anteil an den insgesamt 41.900 landwirtschaftlichen Betrieben bei 3,2 Prozent. Spitzenreiter in diesem Ranking ist Mecklenburg-Vorpommern mit 16,6 Prozent. Es folgen Baden-Württemberg mit 14,2 Prozent und Brandenburg mit 13,9 Prozent.