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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Bio » OekoReform ]
Samstag, 04.02.2012
Bio | 26.08.2010

EU-Agrarpolitik muss ökologisiert werden

Gräfelfing - Die gesellschaftlichen Leistungen des Ökolandbaus müssen nach Ansicht von Naturland mit einer Neugestaltung der EU-Agrarpolitik nach 2013 stärker honoriert werden.

© Naturland
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© Naturland

Diese Kernforderung hat der Ökoanbauverband gegenüber Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner bei deren Besuch auf dem Arche-Hof Schlickenrieder bei München deutlich gemacht. "Wir fordern von der Politik, mit Weitsicht Meilensteine für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft zu setzen und somit den Ökolandbau zu stärken", erklärte der Vorsitzende des Naturland-Präsidiums, Hans Hohenester.

Auch die Unterzeichnung des Weltagrarberichts durch die Bundesregierung sei ein dringend notwendiger Schritt in die richtige Richtung, meinte Hohenester zu dem im April 2008 vorgestellten Papier internationaler Experten, in dem mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft gefordert worden war.

Bindung der Gelder an Arbeitsplätze

Nicht das Gießkannenprinzip, sondern relevante Leistungen für Umwelt und Beschäftigung müssten Grundlage der EU-Agrarzahlungen sein, so Naturland. Gelder für den Erhalt der bäuerlichen Einkommen in der Ersten Säule müssten künftig an Arbeitsplätze gebunden werden. Zahlungen, die sich bisher nur an der Fläche orientierten, böten hohe Einkommen für diejenigen, die große Flächen industriell bewirtschafteten. Solche Zahlungen benachteiligten Betriebe, die vielen Menschen Arbeit böten.

Modulation soll überflüssig werden

Die Modulation werde in einem künftig geänderten System überflüssig, meint Naturland mit Blick auf die geforderte Subventionierung des Faktors Arbeit. Um eine größere Unabhängigkeit der Agrar-Umweltprogramme von der Finanzlage der Bundesländer zu erreichen, fordert der Anbauverband eine Umschichtung. So sollen Maßnahmen in der Zweiten Säule, die auf besonders hohe Leistungen der Betriebe im Natur-, Umwelt- und Naturschutz abzielen, künftig mit einem möglichst hohen Anteil an EU-Geldern ausgestattet werden.

Nachfrage nach Bio-Produkten ankurbeln  

Was die Förderung des Ökolandbaus angeht, reicht eine bloße Unterstützung der Produktion dem Verband zufolge nicht aus. Gleichzeitig müssten Verarbeitungskapazitäten geschaffen und die Nachfrage nach Ökolebensmitteln angekurbelt werden, um funktionierende Märkte und regionale Wirtschaftskreisläufe zu erhalten. Dies sei in der Förderpolitik nach 2013 unbedingt angemessen zu berücksichtigen. (AgE)

Lesen Sie hierzu auch
  • Politik EU GAP-Reform: Das sagen Interessengruppen und Verbände
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  • Bio Frankreich: Bioproduzenten fühlen sich im Stich gelassen
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