Geflügel
15.01.2010
Schweiz

Großverteiler reagieren auf Vorwürfe gegen Wiesenhof

Bern - Nach dem bekannt werden von Tierquälereien in einem Zulieferer-Geflügelhof der Firma Wiesenhof haben die Schweizer Großverteiler Migros und Coop Konsequenzen gezogen.

huhn3dostofarm.jpg Huhn
(Foto: Dostofarm)

Migros sperrte den Lieferanten "Wiesenhof", Coop veranlasste eine Untersuchung. Ob tatsächlich gequälte Hühner in der Schweiz landeten, ist unklar. Coop habe geringe Mengen Geflügel von "Wiesenhof" bezogen, sagte Sprecherin Denise Stadler gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Neben der Untersuchung habe Coop den Lieferanten zudem angehalten, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Am 11. Januar hatte der Fernsehsender ARD über massive Tierquälereien und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in einem Geflügelhof in Twistringen in Niedersachsen berichtet. In dem Beitrag war zu sehen, wie Mitarbeiter des Betriebs Tiere treten und herumschleudern, um ihnen das Genick zu brechen, wie der Schweizerische Tierschutz (STS) in einer Mitteilung festhielt. (lid)


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Vertrauen verspielt
Wer isst schon Elterntiere? Doch darum geht es nicht. Es geht darum, dss jemand, der so etwas tut, Vertrauen verspielt. Und je geringer die Transparenz, je größer die Erwartungen an ein als gesund beworbenes Lebensmittel, desto größer der Fall. Wiesenhof hat gleich mit einer ungerechtfertigten Schmutzkampagne gegen PETA gekontert und so getan, als gäbe es derlei Dinge sonst nie - obgleich auch weitere Berichte vorliegen, die nahelegen, dass PETA wohl nur die Spitze des Eisberges zu fassen bekam. Wer intransparent agiert, mit Tieren so umgehen lässt, als handle es sich um geringwertige Ware, einseitig auf Billigproduktion setzt und meint, mit Macht alles wettmachen und auswetzen zu können, verliert nicht nur Vertrauen - er hat auch keines verdient.
Kommentar von Elisabeth Petras – 15. Januar 2010 um 18:58h
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