Sonntag, 26.05.2013
Bio
| 05.02.2013
Diskussion um Ökolandbau
Nürnberg - Der Öko-Landbau muss produktiver werden. Das ist die These des Deutschen Bauernverbandes. Wie und ob das geht, das ist Thema eines Perspektivforums auf der BioFach.
Wie kann Ökolandbau produktiver werden? Unter anderem darum geht es beim DBV-Perspektivforum auf der BioFach in Nürnberg.
© BLE/Dominic Menzler
Angesichts des wachsenden Bedarfs an Agrarprodukten, steigender Umweltanforderungen und der Konkurrenz um die Flächen muss der Öko-Landbau selbst produktiver werden. Daher bedarf es seitens der Bauern einer tiefgreifenden Analyse über den gegenwärtigen Stand der Entwicklung des ökologischen Landbaus und seiner Entwicklungsperspektiven.
Zu dieser Feststellung kommt der Deutsche Bauernverband (DBV) und lädt Fachleute und Interessierte zu einem Perspektivforum im Rahmen der BioFach 2013 in Nürnberg ein. Das Motto lautet "Vision Ökolandbau 2030 - Perspektiven für die Entwicklung des ökologischen Landbaus".
Zehn Prozent umstellungsinteressierte Landwirte
In Deutschland, so der Bauernverband, stagniert gegenwärtig die
Umstellungsbereitschaft zum Öko-Landbau, obwohl DBV-Umfragen immer
wieder zeigen, dass rund zehn Prozent der Landwirte an einer Umstellung
Interesse haben. Auch mehren sich nach Einschätzung des Bauernverbands
vielerorts die Anzeichen, dass die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit des
Öko-Landbaus bei steigenden Pachtpreisen und Lohnkosten sinkt.
Es komme
also entscheidend auf deutlich höhere Erlöse im Markt an. Angesichts
knapper Haushaltskassen sei nicht davon auszugehen, dass zusätzliche
öffentliche Mittel zur Verfügung stehen werden. Wichtiger sei, den
Direktausgleich der EU für Ökobetriebe in Greeningbereichen verträglich
zu gestalten.
Fachdiskussion und Handlungsoptionen
Im Rahmen des Perspektivforums werden Walter Heidl, Präsident des
Bayerischen Bauernverbandes, Carsten Niemann, stellvertretender
Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Öko-Landbau, Dr. Helmut Born,
Generalsekretär des DBV, Maria Fladl, zuständig für Organic Farming in
der EU-Kommission und Dr. Jürn Sanders vom Johann Heinrich von Thünen
Institut ihre Vorstellungen einer langfristigen Entwicklung des
Öko-Landbaus darlegen und sich der Diskussion stellen.
Das Forum findet am 14. Februar von 13 bis 14.45 Uhr in der Nürnberg
Messe, Kongresszentrum NCC Ost, Raum St. Petersburg, stattfinden. Die
Teilnahme ist mit der normalen Eintrittskarte zur BioFach möglich, eine
gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
pd
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