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Nach Angaben des BDP machen Gentechnikgegner mit Feldzerstörungen Forschungsprojekte zunichte, bescheren Landwirten Ernteausfälle und verursachen einen volkswirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe. Jetzt habe zudem eine militante Gruppe von Gentechnikgegnern mit den vor kurzem in einem "Bekennerschreiben" angekündigten Drohungen ernst gemacht, bundesweit die Ernte von gentechnisch verändertem (gv) Mais durch das verstecken von Eisenteilen in den Feldern zu verhindern.
Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes soll auf diese Weise die Ernte von ordnungsgemäß zugelassenem und als sicher bewertetem Bt-Mais verhindert werden, schreibt der BDP weiter. Dabei nehmen die Gegner nicht nur die Sachbeschädigung teurer Erntemaschinen billigend in Kauf, sondern auch die Gefährdung von Menschen. So wurde nur durch Glück am 12. September im brandenburgischen Prädikow niemand verletzt, als an Maispflanzen befestigte Steine einen Maishäcksler schwer beschädigten. "Die Aktionen der Gentechnikgegner haben mit dem Verstecken von gefährlichen Gegenständen in Maisfeldern eine neue Dimension erreicht," kommentiert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP), Dr. Ferdinand Schmitz, die Ankündigung und Umsetzung der Straftat.
Möglich wurde der "Zerstörungstourismus" nach Angaben des BDP überhaupt erst durch das seit 2005 eingeführte öffentliche Standortregister, das mit der flurstücksgenauen Angabe der gv-Felder den perfekten "Reiseführer" darstelle. Bis heute bestreite die Politik eine Verbindung zwischen Standortregister und Feldzerstörungen. "Es ist höchste Zeit, dass Feldzerstörungen als das behandelt und verurteilt werden, was sie sind: kriminelle Straftaten und keine Kavaliersdelikte," so Schmitz abschließend. (pd)

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