Freitag, 25.05.2012
Podiumsdiskussion mit dem Arbeitskreis Milch und Rindfleisch
Einfache Lösungen wird es nicht geben, und noch hat keiner ein Konzept. Es wird besonderer Anstrengung bedürfen, um die Interessen von Milcherzeugern und Molkereien zu den Bedingungen, die den Weltmarkt diktieren, zu wahren. Das war das Fazit einer Podiumsdiskussion in Bersenbrück mit Vertretern der Milchwirtschaft und Milchviehhaltern stattfand. Eingeladen hatte der Hauptverband des Osnabrücker Landvolkes (HOL) und der Arbeitskreis Milch und Rindfleisch.
Die Podiumsdiskussion solle von den Milchviehhaltern als Gelegenheit gesehen werden, ihre Wünsche und Meinungen gegenüber der Milchwirtschaft zu äußern, damit dann gemeinsam ein tragfähiges Konzept für die Zusammenarbeit für die Zeit nach Auslaufen der Quote entwickelt werden könne, erklärte Arendt Meyer zu Wehdel, Vorsitzender des HOL. Für die Humana Milchunion nahm Vorstandsmitglied Alfons Kerlfeld an der Diskussion teil, für die
Nordmilch Vorstandsmitglied Reiner Lübben. Vertreter der Milchviehhalter war Albert Schulte to Brinke, stellvertretender Vorsitzender des HOL.
Die Situation auf dem Milchmarkt hatte Dr. Werner Rüther, Milchreferent vom Landvolk Niedersachsen, in einem Vortrag dargestellt. Norddeutschland sei durchaus ein guter Produktionsstandort für Milch, erklärte er den Zuhörern. Die Erlöse für Milch seien zwar niedriger als in Süddeutschland, aber auch die Produktionskosten seien hier geringer. Bei niedrigen Erlösen für Milch, wie sie zurzeit erzielt werden, könne es für die Landwirte durchaus von Vorteil sein, mit ihrer Molkereigenossenschaft längerfristige Verträge zu schließen. Wer seinen Vertrag kündigen wolle, um den Spotmarkt zu bedienen und dort bei hohen Preisen mehr Gewinn zu machen, müsse sich genau überlegen, ob der Betrieb ein Preistief, wie es sich zurzeit darstellt, verkraften könne. Betrachte man den Weltmarkt, so zeigten alle Trends nach oben, so Dr. Rüther. In Europa werde derzeit nicht zu viel Milch produziert.
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