28.10.2008
EU-Umweltpolitik
EU-Umweltminister möchten GVO-Prüfungen verbessern
Luxemburg - Diverse EU-Umweltminister möchten das Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der EU verbessern.

(Foto: Xavier Pironet/Fotolia)
Im EU-Umweltrat wurde letzte Woche in Luxemburg eine verstärkte Kooperation zwischen den nationalen Zulassungsbehörden und der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) gefordert. Außerdem wünschen sich einige Mitgliedstaaten, dass neben Risiken für Umwelt und Gesundheit auch soziologische und ökonomische Kriterien berücksichtigt werden. Andere lehnen dies ab und bestehen darauf, sich an die Regeln der WTO zu halten, schreibt das Agrarische Informationszentrum (AIZ). EU-Umweltkommissar Stavros Dimas warnte demnach davor, die Wissenschaft nicht mehr als Basis für die GVO-Zulassungen zu verwenden. Im Dezember wollen sich die EU-Umweltminister auf gemeinsame Schlussfolgerungen einigen.
Einigung zum Klimapaket angestrebt
Des Weiteren möchte Frankreich unbedingt bis zum Jahresende eine Einigung zum Klima- und Energiepaket erzielen, da in der EU bis zum Jahr 2020 ein Fünftel der klimaschädlichen Gase eingespart werden soll, heißt es in der aiz-Meludng weiter. Nach den drohenden wirtschaftlichen Turbulenzen durch die Finanzkrise ziehen nun einige EU-Mitgliedstaaten jedoch nicht mehr so richtig mit. Besonders Polen und Italien meldeten im EU-Umweltministerrat in Luxemburg Bedenken an. Der deutsche Bundesumweltminister Sigmar Gabriel konterte: "Ich halte die Finanzkrise für eine Ausrede". "Die langfristige Problematik des Klimawandels wiegt ebenso schwer und nachhaltig wie die gegenwärtige Krise auf den Finanzmärkten. Diese darf nicht zum Anlass genommen werden, Kernelemente des Klimapakets aufzuweichen", betonte auch Österreichs Landwirtschaftsminister Josef Pröll. (aiz)
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