In Getreidefrühsaaten sollten Sie in diesem Jahr besonders auf Schädlinge achten. Sie konnten durch die trocken-warme Witterung im zeitigen Frühjahr eine Generation mehr bilden.
Während sich die Bestände mit den steigenden Temperaturen vielerorts erholen, ist in Hohenlohe-Franken teils auf über 50 Prozent der Flächen eine Neuansaat nötig.
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Neben Blattläusen und Zikaden sollten Sie auch auf Frit- und Brachfliegenbefall sowie Erdraupen achten. Letztere stellen vor allen Dingen dort ein Problem dar, wo die Getreide- oder Rapsbestände aufgrund der Trockenheit sehr dünn standen. Die Schmetterlinge konnten an diesen Stellen ihre Eier im Boden ablegen.
Die Gefahr eines Brachfliegenbefalls nimmt mit dem späteren Aussaattermin zu. Vor allem dort, wo im Frühjahr Sommerkulturen erst spät den Boden bedeckten, ist mit einem erhöhten Befallsrisiko zu rechnen.
Nur Frit- und Brachfliegen können über die Beizung (Contur) bekämpft
werden. Bei den anderen Schädlingen müssen die Bestände intensiv
beobachtet werden wenn sie auflaufen und bei Befall mit Pyrethroiden
behandelt werden.
Jedoch ist nur selten eine einmalige Behandlung von Zikaden und
Erdraupen ausreichend. Zikaden müssen innerhalb von wenigen Tagen
zweimal behandelt werden.
Erdraupen: Auf Behandlungstermin achten
Bei den Erdraupen spielt der Behandlungstermin
eine große Rolle. Die besten Bekämpfungserfolge werden bei
Nachtspritzungen erzielt, da dann die Raupen aus dem Boden herauskommen
und direkt getroffen werden.
In den früh gesäten Rapsbeständen kann man bereits erste
Kohlmottenlarven finden.
Rübsenblattwespe: Bei massivem Befall schnell handeln
In nächster Zeit ist zudem ein Befall durch die
Rübsenblattwespe zu erwarten. Der direkte Schaden ist oft gering. Eine
Bekämpfung ist nur dann notwendig, wenn die Larven großflächig die
Blätter vernichten. Vereinzelter Lochfraß auf ein bis zwei Pflanzen pro Quadratmeter
kann toleriert werden. Bei massivem Befall (jede zweite Pflanze mit
Larven befallen) ist unverzüglich eine Bekämpfung mit Pyrethroiden zu
empfehlen, da die Schädlinge innerhalb weniger Tage den Raps bis auf die
Blattrippen abfressen können.