Freitag, 25.05.2012
Rapspreise entwickeln sich positiv
Bonn - Im deutschen Großhandel haben sich die Rapspreise vergangene Woche gefestigt. Die Mannheimer Produktenbörse wies am Montag für prompte Lieferungen Erlöse von 427 Euro/t bis 429 Euro/t aus.
Eine Woche zuvor waren es noch
423 Euro/t bis 425 Euro/t. Die Umsätze
seien verhalten, erläuterte die Börse. Der positive
Preistrend bei Rapssaat setze sich aber fort. Die Hamburger
Getreidebörse meldete am Dienstag eine Notierung von
440 Euro/t; das entsprach im Vorwochenvergleich einem
Aufschlag von 7 Euro/t. An der Bayerischen Warenbörse
verteuerte sich Rapssaat am Mittwoch von zuvor 437 Euro/t
auf 439 Euro/t. Auch auf den internationalen Terminmärkten
ging es mit den Notierungen für die schwarze Ölfrucht
aufwärts: An der europäischen Leitbörse Matif in Paris
gewann der Februar-Kontrakt in der Berichtswoche stetig
an Wert und wurde am Donnerstag mit 429,75 Euro/t abgerechnet,
was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 2,6 %
bedeutete. Freitagmittag waren für denselben Future
432 Euro/t zu zahlen. Im kanadischen Winnipeg kletterte
Januar-Canola binnen fünf Börsentagen um 3,2 % auf
517,00 Can$/t (384 Euro/t) am vorigen Donnerstag.
Gerüchte und reale Ereignisse
Negativen
Einfluss auf die Preise dürfte die Erhöhung der Schätzung
für die aktuelle
Rapsernte in Australien gehabt haben.
Positive Impulse kamen laut Händlern dagegen von
Gerüchten über eine gewachsene Exportnachfrage sowie
vom US-amerikanischen Sojamarkt: In Chicago stiegen
Januar-Bohnen in der Berichtswoche um 3,8 % und wurden
Freitagmorgen für 11,60 $/bu (327 Euro/t) gehandelt.
Die Notierung für Sojaschrot derselben Fälligkeit bewegte
sich um 4,6 % auf 297,9 $/sh (252 Euro/t) nach oben, Januar -
Sojaöl legte bis Freitagmorgen um 2,6 % auf 50,40 cts/lb
(853 Euro/t) zu.
Sojakomplex erhielt Aufwind
Marktbeobachtern
zufolge durch Berichte von weiterhin trockenem
Wetter in Südamerika und vor allem durch sogenannte
Shortabdeckungen, bei denen Positionen ausgeglichen
werden, die zuvor durch Leerverkäufe entstanden sind.
Der deutsche Biodieselmarkt tendierte trotz gestärkter
Rohölpreise schwächer: Im Großhandel verbilligten sich
100 l des Biokraftstoffs in der Woche zum 24. Dezember
laut Angaben der Union zur Förderung von Öl- und
Proteinpanzen (UFOP) im Norden und Osten des Bundesgebiets
um jeweils durchschnittlich 0,05 Euro auf
116,90 Euro beziehungsweise 117,45 Euro, im Westen um
0,49 Euro auf 117,34 Euro und im Süden um 1,25 Euro auf
117,90 Euro. AgE
Umrechnungskurs: 1 $ = 0,7679 Euro; 1 Can$ = 0,7418 Euro
AgE
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