Freitag, 25.05.2012
Rapsaussaat: Probleme vor allem in Küstenregionen und Höhenlagen
München - Nasse Erntebedingungen behindern vor allem in Norddeutschland die Rapsaussaat. agrarheute.com hat sich erkundigt, wie der aktuelle Stand auf den Feldern ist.
Während die Felder im Norden Deutschlands noch nicht frei sind, sind im Süden rund 70 bis 80 Prozent Raps ausgesät.
© landpixel.de
Vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands ist die Ernte wegen der nassen Bedingungen in diesem Jahr stark verzögert. Thomas Wegert, Vertriebsleiter für Rapool Deutschland geht davon aus, dass bundesweit aktuell etwa 95 Prozent der
Rapsernte abgeschlossen ist. Deutliche Probleme sieht er vor allem in den Küstenregionen und in einigen Höhenlagen.
Wegen der extremen Unterschiede der Rapsschläge in diesem Jahr schwanken auch die Erträge und Qualitäten stark: "Es gibt Erträge, die zwischen 10 bis 50 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) streuen, und das sogar innerhalb einer Region. Bundesweit denken wir, dass wir einen Durchschnittsertrag von circa 30 dt/ha erreichen werden", berichtet Thomas Wegert. Auch die Ölgehalte schwanken sehr stark. Wie der Rapsexperte berichtet, gibt es sowohl Flächen mit nur 40 Prozent Ölgehalt, aber auch solche mit 44 Prozent: "Im Trend liegt der Ölgehalt etwas unter dem Vorjahr:"
Rapsaussaat: Saatbeet geht vor Saatzeit
In vielen Teilen Deutschlands ist die Rapsaussaat derzeit schon in
vollem Gange. Thomas Wegert schätzt, dass im Süden rund 70 bis 80
Prozent und in Mitteldeutschland zwischen 50 und 70 Prozent gesät ist.
Im Norden allerdings sind die Flächen für die Saat noch nicht frei. "Das
eigentliche Potential für Raps in Deutschland liegt bei 1,4 bis 1,5
Millionen Hektar. Das werden wir in diesem Jahr wahrscheinlich nicht
erreichen", erklärt der Wegert im Gespräch mit agrarheute.com.
Für eine späte Rapssaat gibt es aber auch Sorten, die
spätsaatverträglich sind. Rapool bietet beispielsweise die Sorten Visby
und Dimension an. Zusätzlich rät Thomas Wegert den Landwirten eine
Beizung des Saatguts mit Dimethomorph (DMM): "Das schützt zum einen
gegen falschen Mehltau und wirkt auch als Wachstumsförderer im
Keimblattstadium." Sein wichtigster Grundsatz bei der Rapsaussaat lautet
dennoch: 'Saatbeet geht vor Saatzeit'.
Das ganze Gespräch mit Thomas Wegert, dem Vertriebsleiter für Rapool
Deutschland finden Sie in unserer Mediathek als Podcast zum anhören. mehr…
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bem
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