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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Archiv » Mais und Ölsaaten » Rapshybride1308 ]
Freitag, 10.02.2012
Mais und Ölsaaten | 14.08.2010

Hybride mit zügiger Herbstentwicklung wählen

Trotz der widrigen Umstände ist die Rapsernte in Deutschland zum größten Teil abgeschlossen. Da die Aussaat in diesem Jahr verzögert ist, sollte auf die Wahl der Sorte geachtet werden.

© agrarfoto.com
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© agrarfoto.com

Vielerorts liegen die Erträge zehn  bis 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Es hat den Anschein, daß die Wetterkapriolen (nasser Oktober, aber frohwüchsiger November, Schnee bis in den März, trocken-kühler April, viel Regen in der zum Teil 4-wöchigen Blüte, Hitze zum Ende der Abreife) im Verlauf der Vegetation doch stärker Einfluß auf den Ertrag hatten. Auch die anstehende Ernte und die folgende Aussaat scheint von den zum Teil zu feuchten Bodenbedingungen beziehungsweise auf anderen Standorten zu trockenen Bedingungen nicht verschont zu werden.

Späte Weizenernte verzögert Rapsaussaat

Vegetationsreport 2010: Feuchte Böden richtig bearbeiten


alle Videos

Nur in wenigen Regionen wurde ein Großteil des Weizens geerntet. Die späte Weizenernte wird dann zum Problem, wenn auf den Flächen im Herbst Raps angebaut werden soll. Abhängig von der Weizenernte kommt es dann schnell zu verspäteten Aussaatterminen bis Anfang September. Unter diesen Umständen sollten Hybriden angebaut werden, die aufgrund ihrer zügigen Herbstentwicklung besser mit den widrigen äußeren Einflüssen zurechtkommen. Für Spätsaaten beziehungsweise auf schlechten Standorten war lange Zeit die Sorte Titan der Standard, diese wurde in den letzten Jahren von Visby abgelöst. Vor allem die bessere Standfestigkeit und der höhere Ölgehalt sprechen für die Sorte. Ebenfalls für Spätsaaten geeignet sind die Sorten NK Petrol und Exocet.

Bodenbedingungen beachten

Horus und Xenon sind im Vergleich zu den oben genannten Sorten verhaltener in der Herbstentwicklung und können früher gesät werden. Es hat aber den Anschein, daß diese Sorten nicht unbedingt auf den schlechtesten Böden beziehungsweise auf Böden, die unter Staunässe leiden, angebaut werden sollten. Auf Standorten, auf denen mit einer schnellen beziehungsweise einer frühzeitigen Abreife zu rechnen ist, konnte Visby in diesem Jahr überzeugen. In den mittleren Aussaatterminen konnte neben Visby auch PR46W20 überzeugen. Jedoch muß man die etwas höhere Sklerotiniaanfälligkeit berücksichtigen.

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