Freitag, 25.05.2012
Rauchschwaden vor dem Europäischen Parlament in Brüssel
Brüssel - Milcherzeugerdelegationen machten auf die brennenden Probleme des Milchmarktes aufmerksam und übergaben konkrete Forderungen an Mitglieder des Parlaments.
Mit Rauchschwaden machte der EMB auf die brennende Situation auf dem Milchmarkt aufmerksam.
© EMB
Mit 14 Faironikas, den lebensgroßen Kühen in den Länderfarben der Mitglieder des European Milk Board (EMB), kamen die Milcherzeugerdelegationen auf die Place Luxembourg um auf die Probleme auf den Milchmarkt aufmerksam zu machen. Sie erläuterten die Notwendigkeit, den Milcherzeugern eine ausreichende Bündelung in unabhängigen Erzeugerorganisationen zu ermöglichen und eine Monitoringstelle zur Beobachtung des Milchmarktes einzusetzen.
Ende Mai wird der Agrarausschuss des EU-Parlaments über den Bericht von James Nicholson entscheiden, der die Gesetzesvorschläge der EU-Kommission zum Milchmarkt kommentiert. Der aktuelle Entwurf weist aus Sicht der Milcherzeuger des EMB deutlich Schwächen auf und wird die auch vom Parlament gewünschte Stärkung der Erzeugerposition am Milchmarkt nicht erreichen können.
Die Delegationen aus den verschiedenen Mitgliedsländern sehen jedoch noch gute Chancen, den Bericht durch konkrete Änderungen aufzuwerten.
Gesetztliche Rahmenbedingungen gefordert
Der EMB fordert gesetzliche Rahmenbedingungen für die Bündelung von
Milcherzeugern. Dadurch sollten diese mehr Einfluss am Milchmarkt und
faire Preise erreichen können. "Große Genossenschaften und Erzeuger
haben in der Frage der Erzeugerpreise nicht dieselben Interessen.
Erzeuger müssen deshalb gegenüber allen Molkereien die
Möglichkeit haben, Verkaufsregeln und Einstiegspreise über eigene
Erzeugerorganisationen festzulegen", fordert EMB-Präsident Romuald
Schaber. Die EU müsse einen Rahmen setzen, und eine Monitoringstelle
sollte durch Beobachtung und präzise Vorgaben auf Basis der
Produktionskosten gewährleisten, dass die produzierte Milchmenge der
Nachfrage entspricht.
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