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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Politik » Politik national » Rösler-Solarkürzung ]
Samstag, 26.05.2012
Politik national | 24.01.2012 Redaktion agrarheute.com

Solarförderkürzung: Rösler legt Plan vor

Berlin - Wirtschaftsminister Philip Rösler (FDP) hat Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) brüskiert und einen Plan zur Deckelung der Solarförderung vorgelegt. Branchenvertreter schlagen Alarm.
Dachanlagen auf neuen 'Nichtwohngebäuden' erhalten einen Tarif wie bei Freiflächen.© Landpixel
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Dachanlagen auf neuen 'Nichtwohngebäuden' erhalten einen Tarif wie bei Freiflächen.
© Landpixel
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) schlägt eine Obergrenze für den Bau neuer Solaranlagen in Deutschland vor. Er will dadurch die Förderkosten eindämmen. Der am Montag den Koalitionsfraktionen zugeleitete Vorschlag sieht vor, dass bis einschließlich 2020 in Deutschland Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 34.000 Megawatt installiert werden dürfen. Da es bereits jetzt 25.000 Megawatt (MW) gibt, blieben nur noch 9.000 MW, also jährlich etwa 1.000 MW. Zudem soll es ständige Förderkürzungen geben, um den Ausbau zu regulieren.

Gesamtzubau soll gedeckelt werden

"Bei Erreichen des festgelegten jährlichen Zubaus wird die Förderung nicht abrupt eingestellt, was zu Verwerfungen im Markt führen würde", wird in dem Vorschlag betont. Allerdings soll es dann als Sofortmaßnahme eine weitere deutliche Fördersenkung geben, zudem würden in den Folgejahren dann weniger Solaranlagen gefördert. Der Vorschlag deckele den Gesamtzubau und damit die Kosten nachhaltig, heißt es in dem Entwurf.
 
Branche: Vorschläge ein 'Frontalangriff' auf die Energiewende
 
Die Ökoenergiebranche und die führenden Umweltverbände warnten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eindringlich vor einer Änderung des Regierungskurses bei der Energiewende, weil es zuletzt - auch von Rösler - noch weitergehende Reformvorschläge gegeben hatte. "Mit großer Verwunderung nehmen wir die aktuellen Diskussionen und Forderungen einzelner Politiker der christlich-liberalen Koalition zur Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wahr", heißt es in einem Schreiben. "Eine Umsetzung dieser Vorschläge käme einem Frontalangriff auf die Energiewende in Deutschland gleich", betonten der Bundesverband Erneuerbare Energien, Greenpeace, der WWF, der BUND, der Nabu, die Deutsche Umwelthilfe und der Bund der Energieverbraucher.

Abgestimmter Entwurf liegt nicht vor
 
Trotz deutlicher Förderkürzungen waren 2011 mit 7.500 MW so viele Solaranlagen wie noch nie neu ans Netz gegangen. Die Förderung wird per Umlage über den Strompreis bezahlt. Pro Jahr und Haushalt kostet die Ökenergieförderung derzeit etwa 125 Euro. Mehr als die Hälfte der Förderung liegt dabei bei der Solarenergie. Die Vorsitzenden der Fraktionen von Union und FDP hatten daher von Rösler und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) bis zum 25. Januar Vorschläge gefordert, wie sie den Bau neuer Solaranlagen auf 1.000 MW pro Jahr begrenzen wollen - federführend zuständig ist Röttgen.
 
Rösler schreibt nun: "Ein zwischen beiden Häusern abgestimmter Entwurf liegt leider noch nicht vor." Seit Wochen beharken sich beide Ministerien in der Frage, wie die Energiewende gestaltet werden soll.
 
Norbert Binger, Maschinenringe Deutschland, erklärt im Gespräch mit agrarheute.com, was die Energieberatung für Vorteile für Landwirte bringt. Wie sich der Strompreis zusammensetzt und was der 'Fixtarif' ist, erfahren Sie im Interview ... 

Da steckt Energie drin: Die Topthemen der aktuellen joule

dpa/pd
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Keywords Energiewende | Förderkürzung | Förderung | Norbert Röttgen | Philip Rösler | Photovoltaik | Politik | Solarenergie | Zubau | begrenzen
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