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Laut einer Meldung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert der Bund das Verbundprojekt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in den kommenden drei Jahren mit knapp 1,9 Millionen Euro. 16 namhafte Unternehmen und Forschungseinrichtungen seien daran beteiligt.
Zeil sei die Veredelung möglichst aller Bestandteile des Holzes mithilfe einer Bioraffinerie. Deren Aufgabe sei es, die jeweiligen Inhaltsstoffe der Biomasse für die Herstellung neuer Rohstoffe zu nutzen. Dabei würden Cellulose, Hemicellulosen, Lignin und die ätherischen Inhaltsstoffe des Holzes zunächst getrennt, aufbereitet und so neue biogene Rohstoffe für die Chemische Industrie produziert.
Bereits heute verarbeite die chemische Industrie jedes Jahr über zwei Millionen Tonnen nachwachsende Rohstoffe in Deutschland. Dabei komme insbesondere die so genannte Weiße Biotechnologie zum Einsatz, bei der Mikroorganismen oder deren Bestandteile (Enzyme) bei der industriellen Herstellung von Feinchemikalien, Futtermitteladditiven, Agrar- und Pharmavorprodukten eingesetzt würden. Mit der wachsenden Bedeutung dieser Technologie steige insbesondere die Nachfrage nach Kohlenhydraten, die künftig auch aus Laubholz erzeugt werden sollen.
Unter Koordination der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (DECHEMA) wollen die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie, die Degussa GmbH, die Bayer Technology Services GmbH, die Solvent Innovation GmbH und andere Partner Verfahren zur effizienten Trennung der Holzkomponenten mit etablierten und neuen Prozessen entwickeln.
So sollen verschiedene im Holz enthaltende Terpene und andere therapeutische Wirkstoffe extrahiert und in großtechnischen Anlagen verwertet werden. Nach dem anschließenden Holzaufschluss werde das Lignin von den übrigen Bestandteilen abgetrennt und chemisch fit gemacht für den Einsatz als Werkstoff. Die Polysaccharide (Vielfachzucker) Cellulose und Hemicellulose zerlegen die Projektpartner hingegen zu Kohlenhydraten, die als preiswerte Rohstoffbasis für biotechnologische Verfahren und als Plattformchemikalien für die chemische Industrie zur Verfügung stehen. (pd)

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