Samstag, 26.05.2012
Bio
| 31.10.2011
Rumänien: Bioexporte kräftig gesteigert
Bukarest - Zwar liegen die rumänischen Exporte auf niedrigem Niveau, doch konnten sie im laufenden Jahr kräftig gesteigert werden. Zukünftige Märkte sieht das Land innerhalb der EU, in Japan und den USA.
Ein Liquiditätsengpass führt möglicherweise dazu, dass österreichische Biobauern zu wenig Geld für ihr bereits geliefertes Getreide erhalten.
© oekolandbau.de
Das hat der Präsident des Verbandes "Asociatia Bio-Romania", Marian Cioceanu, erklärt. Der Verband gehe für 2011 von einem Wertumsatz beim Export von Bioprodukten in der Größenordnung von 250 Millionen Euro aus, verglichen mit erst rund 100 Millionen Euro im vorigen Jahr. Die Produktpalette der Ausfuhren sei nahezu identisch mit der von 2010 und bestehe vor allem aus Getreideprodukten, Gemüse, Wein, Tee, Honig und Beeren, zitierte das Internetportal recolta.eu den Verbandspräsidenten. Die Auslandsnachfrage nach diesen Lebensmitteln sei größer als das rumänische Angebot. Rumänien exportiere diese Produkte, weil die inländische
Verarbeitungsindustrie immer noch nur schwach entwickelt sei.
Bio: Für Rumänen selbst zu teuer
Cioceanu
äußerte die Hoffnung, dass die Europäische Union einen finanziellen
Beitrag zum Ausbau der Branche in Rumänien leisten wird, damit sich auch
die Rumänen mit "gesunden Lebensmitteln" versorgen können. Die vom Land
exportierten Biorohstoffe, die unter anderem in Deutschland und Belgien
verarbeitet und anschließend weiter exportiert würden, seien für die
heimischen Verbraucher zu teuer.
Der Anbau von Biopflanzen ist 2011 laut
Verbandsangaben um 40.000 Hektar (ha) auf rund 300.000 ha ausgeweitet worden,
bei einer landesweiten Agrarfläche von insgesamt etwa 8,8 Millionen ha. Die
Zahl der landwirtschaftlichen Ökobetriebe belief sich zuletzt auf 4.500,
wobei die meisten Höfe aber klein sind und nur wenige Tiere besitzen.
Die rumänische Europaabgeordnete Daciana Sarbu betonte das Potential der rumänischen
Biolandwirtschaft. Für viele kleine Bauern könnte die ökologische
Agrarproduktion einen Weg aus der ländlichen Armut darstellen, meinte
Sarbu.
AgE
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