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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Getreide » Saat Wintergerste ]
Samstag, 26.05.2012
Getreide | 28.09.2011 Redaktion agrarheute.com

Aussaat der Wintergerste noch bis Mitte Oktober möglich

Die Aussaat der Wintergerste hängt von der Zahl der verbleibenden Vegetationstage ab. Bis 10. Oktober kann das Getreide noch ausgesät werden.
In Deutschland wurden laut aktuellen Angaben in diesem Herbst rund 172.000 Hektar mit Wintergetreide bestellt. © agrar-press
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In Deutschland wurden laut aktuellen Angaben in diesem Herbst rund 172.000 Hektar mit Wintergetreide bestellt.
© agrar-press
Wie lange noch Wintergerste säen? Die Bestellung der Wintergerste konnte in einigen Fällen noch nicht abgeschlossen werden. Wie lange noch Wintergerste gesät werden kann, hängt davon ab, wieviel Vegetationszeit bis zum 20. April zu erwarten ist. Spätestens zu diesem Termin sollte die Gerste in die "Große Periode" kommen. Das sind mindestens 80 - 90 Vegetationstage, je geringer die Einstrahlung, um so mehr Zeit wird beansprucht.
 
Bis 10. - 15. Oktober kann somit noch Gerste gesät werden, wenn die Vegetation bis in den Dezember anhält und ab Anfang März wieder in Gang kommt. Nördlich der Mittelgebirge ist der 10. Oktober aus unserer Erfahrung der letzte Termin, vorausgesetzt, die Gerste kann trocken bestellt werden und es regnet nicht sofort wieder in das frisch bestellte Saatbett. Sorten für die Spätsaat sind Hobbit, Highlight, Naomie, Leibniz und Zzoo. 

Ackerfuchsschwanz: Herbizidresistenzen nicht unterschätzen

Mit dem Iodosulfuron+Mesosulfuron ist zwar ein gräserwirksames Herbizid zugelassen worden, das den bislang nur noch schwer bekämpfbaren Ackerfuchsschwanz erfaßt, wenn die äußeren Bedingungen optimal eingehalten werden. Nicht außer acht zu lassen ist, daß auch diese Kombination resistenzgefährdet ist. Das gilt vor allem auch für Standorte, die bislang nur mit Windhalm zu tun hatten. Wenn über den Lohn-Mähdrusch auch nur vereinzelt Ackerfuchsschwanz eingeschleppt wird, der nicht mehr auf SHS oder FOPs/DIMS reagiert, wird durch die kostengünstige, gegen Windhalm reduzierte Aufwandmenge des Atlantis sehr schnell resistenter Ackerfuchsschwanz herausselektiert. Es zeichnet sich bislang noch nicht ab, daß ein neuer Wirkstoff mit sicherer Wirkung zur Verfügung steht.
 
Der Unterschied zwischen dem Flupyrsulfuron und Iodosulfuron+Mesosulfuron besteht in erster Linie darin, daß das Flupyrsulfuron zum großen Teil über den Boden, das Iodosulfuron+Mesosulfuron fast ausschließlich über das Blatt wirkt. Das bedeutet, ein (zu) früher Einsatz der Kombination Iodosulfuron+Mesosulfuron ohne bodenwirksamen Partner kann unangenehme Folgen haben.

Behandlung auf Problemstandorten

Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz sollte die Behandlung entsprechend den äußeren Bedingungen erfolgen: 
  • VA bis EC 11 Wenn Bodenfeuchte gesichert ist: Einsatz von Bodenherbiziden, evtl. im VA in Kombination mit Glyphosat.

  • Wenn Boden bis EC 11 zu trocken war:
    • EC 14/21 (im Herbst) Wenn noch keine FOP/DEN-Resistenzen aufgetreten sind: FOPs/DENs + Bodenpartner
    • EC 23/25 Im zeitigen Frühjahr: Nachbehandlung im Bedarfsfall Iodosulfuron+Mesosulfuron (+ SHS-Partner)

  • Wenn FOPs nur noch unzureichend wirken:
    • EC 14/21 Bei verzetteltem Auflauf wegen Trockenheit Flupyrsulfuron (bis 2-Blatt AFU) + Bodenherbizid
    • EC 21/23 (Herbst) Iodosulfuron+Mesosulfuron (ab 4-Blatt AFU) + Bodenherbizid 

Vegetationsreport 2011: Raps jetzt richtig behandeln

nu agrar
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion DLZ Volltreffer mit Reifeindex Bestandsführung
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Keywords Ackerfuchsschwanz | Aussaat | Drillen | Herbizidresistenz | Saatbeet | Vegetationsreport | Wintergerste
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