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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Allgemeines » SaatenUnion ]
Samstag, 26.05.2012
Allgemeines | 21.06.2011 Redaktion agrarheute.com

Feldtage: Sortenvergleich auf dem Acker

Moosburg - Optimale Anbauintensität bei schwankenden Preisen – unter diesem Motto stand in diesem Jahr die Fachtagung auf den Feldtagen der Saaten-Union.
Der Weiß-Kurzhafer ist deutlich kürzer als der Gelbhafer. © bem
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Der Weiß-Kurzhafer ist deutlich kürzer als der Gelbhafer.
© bem
Rund 600 Besucher kamen am 19. und 20. Juni zur Versuchsstation in Grünseiboldsdorf bei Moosburg, um sich über Produktionstechnik und aktuelle Sorten zu informieren. Johann Dennert, ehemaliger Versuchsleiter am Versuchsgut Roggenstein, erklärte den anwesenden Landwirten anhand von Versuchsergebnissen, wie sie den schwankenden Bedingungen auf dem Markt begegnen können. "Wichtig ist es, sich immer an die jeweiligen Jahrgangsverhältnisse anzupassen. Man kann nicht pauschal sagen, Intensität lohnt sich, oder nicht", folgerte Dennert aus den Ergebnissen mehrerer Jahre. Die Verwertung des Getreides ist immer ausschlaggebend für die Anbauintensität. Der richtige Saattermin sowie der Einsatz geeigneter Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die zu einem günstigen Zeitpunkt eingekauft wurden, können den Ertragsgewinn ohne Mehrkosten zusätzlich steigern.
 
Auch Sven Böse, Leiter der Fachberatung der Saaten-Union, wies in seinem Vortrag auf die große Bedeutung des richtigen Saatverfahrens hin. Die Wahl der Sorte ist laut Böse nicht so entscheidend, wie das Jahr und der Standort, doch wird sie so hoch eingeschätzt, da sie die einzige Maßnahme ist, die man als Landwirt selbst beeinflussen kann.

Auch Sorten mit Resistenzlücken ausprobieren

Auf die Frage, wo die höheren Erträge bei Weizen in den letzten zehn Jahren bleiben hatte Böse mehrere Erklärungen: Die steigende Intensität und der Anbau von Weizen in Selbstfolge sind zwei der Gründe für die Stagnation. Von Seiten der Züchtung wurde in den vergangenen Jahren mehr Wert auf Resistenz und Steigerung der Qualität gelegt. "Die drei möglichen Züchtungsrichtungen Ertrag, Qualität und Resistenz korrelieren allerdings zum Teil negativ miteinander", erklärt Böse. Er rät deshalb Landwirten auf bestimmten Standorten auch Sorten zu verwenden, die eine Resistenzlücke aufweisen. Die Sorte Tobak beispielsweise, die auch auf den Flächen der Versuchsstation zu sehen ist, ist die ertragsreichste Weizensorte Deutschlands. Wegen der fehlenden Resistenz gegen Fusarium eignet sich der Anbau allerdings nicht nach Körnermais.Trotzdem rät auch Franz Unterforsthuber, Regionalberater der Saaten-Union für Südbayern, die Sorte auf geeigneten Standorten auszuprobieren.

Auf bewährte Rapssorten setzen

Bei Raps empfiehlt Andreas Baer, Fachberater Raps von Rapool, auf bewährte Sorten wie Visby und Dimension zu setzen. An den zwei Tagen konnten sich Landwirte über die verschiedenen Sorten der unterschiedlichen Ackerkulturen informieren und beraten lassen. Neben den Hauptkulturen Weizen, Raps und Gerste gab es auch andere Getreidearten wie Durumweizen und Roggen sowie Leguminosen und Futterpflanzen zu besichtigen. 
 
Insgesamt war Franz-Xaver Zellner, Leiter der Versuchsstation, trotz des durchwachsenen Wetters sehr zufrieden mit der Besucherzahl. "Wir hatten in diesem Jahr sogar Gäste aus der Ukraine, Rumänien, Slowakei und Österreich", freut sich Zellner. Auf insgesamt 80 Hektar überprüft die Saaten-Union auf dem Standort bei Moosburg produktionstechnische Verfahren zu Sorten in verschiedenen Kulturen und führt Leistungs- und Wertprüfungen durch. Wer die Feldtage verpasst hat, hat auch weiterhin die Möglichkeit, sich die Versuchsparzellen der Saaten Union bei Moosburg anzusehen. Zum Teil stehen neben den Sorten Tafeln mit sogenannten QR-Codes, die mit Hilfe eines Smartphones nähere Informationen zu den Sorten liefern. 
Feldtag der Saaten-Union (21.06.2011)
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Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion DLZ Unkraut weg, Raps bleibt. Sorten
Lesen Sie hierzu auch
  • Allgemeines Warenterminbörsen: Notierungen im Plus
  • Getreide Auswinterung: Weniger Wintergetreide in 2012
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Keywords Anbauintensität | Feldtage | Gerste | Getreide | Hafer | Leguminosen | Raps | Saaten Union | Sortendemo | Sortenversuche | Versuchsflächen | Weizen | Weizenertrag | schwankende Märkte
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