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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Geflügel » Salmonellen ]
Samstag, 26.05.2012
Geflügel | 22.12.2011 Redaktion agrarheute.com

Weniger Salmonellen auf Geflügel gefunden

Berlin - Bei Zuchthühnern und Masthähnchen wurden 2010 erneut weniger Salmonellen nachgewiesen als noch in den Vorjahren.
Bei dem zunächst in der Wurst vermuteten Darmkeim handelt es sich um sogenannte Shiga-Toxin produzierende Escherichia coli (Stec). © Mühlhausen/landpixel
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Bei dem zunächst in der Wurst vermuteten Darmkeim handelt es sich um sogenannte Shiga-Toxin produzierende Escherichia coli (Stec).
© Mühlhausen/landpixel
Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Daten für 2010 zum Salmonellennachweis bei Geflügel ausgewertet. Die Proben wurden von den zuständigen Behörden sowie den Lebensmittelunternehmern im Rahmen des EU-weiten Salmonellen-Bekämpfungsprogramm bei mehr als 10.000 Geflügelherden genommen. Das Ergebnis: Immer weniger Geflügel ist in Deutschland mit Salmonellen kontaminiert. Die Zahlen für 2010 verdeutlichen eine erfolgreiche Salmonellenbekämpfung bei Zuchtgeflügel, Legehennen, Masthähnchen sowie Puten. Im Vergleich zu den Salmonellenbefunden aus den Jahren 2009, 2008 und denen der Grundlagenstudien aus den Jahren 2004 bis 2007 sind die Befunde für die bekämpfungsrelevanten Salmonellentypen S. Infantis, S. Hadar und S. Virchow bzw. S. Enteritidis und S. Typhimurium rückläufig.

Gemeinschaftsziel sieht höchstens 1 % Kontamination vor

Bei Zuchthühnern wurden bei 0,3 % (2009 waren es 0,9 %), bei Masthähnchen bei 0,2 % der beprobten Herden (2009 waren es 0,4 %) bekämpfungsrelevante Salmonellen nachgewiesen. Bei Legehennen lag die Nachweisrate bei 1,9 % und ist damit ebenfalls niedriger als in den Vorjahren. 2009 wurden bei 4,8 % bzw. 2008 bei 2,7 % der beprobten Legehennenherden bekämpfungsrelevante Salmonellen nachgewiesen. Bei Zuchtputen wurden wie bereits in der Grundlagenstudie keine Salmonellenbefunde berichtet, bei Mastputen sind in geringem Maße (0,6 %) Salmonellen ermittelt worden. Das festgesetzte Gemeinschaftsziel ist damit eingehalten bzw. erreicht worden. Dieses sieht vor, dass höchstens 1 % der beprobten Zuchthühner-, Masthähnchen- und Putenherden mit bekämpfungsrelevanten Salmonellen kontaminiert sind, für Legehennenherden gilt eine Reduktion der Rate aus dem Vorjahr um mindestens 10 % (also z.B. von 4,8 % auf 4,3 %).

Impfpflicht und strenge Futterregeln sollen Salmonellen in Schach halten

Das Salmonellen-Bekämpfungsprogramm gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 beinhaltet neben Maßnahmen zum Schutz vor Salmonellen, wie z.B. einer Impfpflicht für Legehennenherden in Ländern mit hohen Salmonellenraten und strenge Regeln für das Futter, auch ein Überwachungsprogramm. Dieses sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten jährlich einen nationalen Bericht über den Anteil an Salmonella-positiven Herden bei Zuchtgeflügel, Legehennen, Masthähnchen sowie Zucht- und Mastputen erstellen, die dieses Jahr erstmalig mit einbezogen wurden. Seit 2008 nehmen die zuständigen Behörden der Bundesländer sowie die Lebensmittelunternehmer nach einem festgelegten Erhebungsplan Proben, die in akkreditierten Laboren untersucht werden. Die Bundesländer übermitteln die Daten zur Bewertung an das BfR. Das BfR wertet die Daten aus und übermittelt den Zustandsbericht an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Keime können sich sowohl im Ei als auch auf dem Fleisch befinden

Salmonellen befinden sich entweder in den Organen, im Darm oder auf den Federn der Tiere. Sie können bereits im Huhn in das Ei-Innere oder auf die Eischale gelangen. Während des Schlachtprozesses können sie zudem auf den Schlachtkörper verschleppt werden und gelangen so in die Lebensmittelkette. Beim Menschen können sie schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Das BfR empfiehlt, auf die Verarbeitung von Rohei bei der Herstellung von Speisen, die ohne weitere Erhitzung verzehrt werden (z.B. Desserts, Backwaren mit nicht durch erhitzten Füllungen und Auflagen, Majonäse), nach Möglichkeit zu verzichten. Werden Eier beim Kochen, Backen oder Braten ausreichend erhitzt, werden eventuell vorhandene Keime abgetötet.

Gute Hygiene kann eine Verschleppung eindämmen

Empfindliche Personen (Kleinkinder, Kranke und Senioren) sollten nur durcherhitzte Eier verzehren. Dies ist der Fall, wenn Eiweiß und Eigelb vollständig gestockt sind. Bei der Zubereitung von Geflügelfleisch sollte grundsätzlich auf eine besonders sorgfältige Küchenhygiene geachtet werden: Geflügelfleisch sollte nur durcherhitzt verzehrt werden. Bei einer Kerntemperatur von 70 °C über zwei Minuten sterben die Krankheitserreger ab. Das Fleisch sollte außerdem getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt und zubereitet werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass Messer, Schneidbretter oder Hände, die bei der Zubereitung mit rohem Geflügel in Kontakt kamen, erst gründlich gereinigt werden, bevor sie weitere Lebensmittel berühren, insbesondere wenn diese nicht erhitzt werden wie beispielsweise Salat. Mit guter Küchenhygiene kann das Verschleppen von Salmonellen auf andere Speisen verhindert werden.
pd
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Keywords Darmkrankheit | Ei | Eier | Huhn | Institut | Keim | Lebensmittel | Risikobewertung | Salmonelle
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