Verona - Same Deutz-Fahr will sienen Führungsanspruch bei Traktoren von 80 bis 100 PS behaupten. Auf der Fieragricola hat das Unternehmen deshalb die neue Baureihe Explorer 90 - 105 präsentiert.
Der neue Explorer 105
© Werkbild
Die neue Baureihe wurde sowohl technisch als auch optisch aufgewertet.
Die neuen Same Explorer3 Modelle sind mit Motoren der Serie SDF 1000 mit vier Zylindern, Turbolader, Ladeluftkühler und elektronischem Motormanagement ausgestattet. Diese Motoren erfüllen die Abgasstufe 3a (Tier 3) und sind dabei zu 100 Prozent biodieseltauglich. Sie haben eine Nenndrehzahl von 2.300 1/min und erreichen ihr maximales Drehmoment schon bei 1.400 1/min. Die neuen SDF Tier 3 Motoren verfügen über Hydraulikstößel für die optimale Steuerung des Einspritzzeitpunktes in die Brennkammern, wodurch der Wirkungsgrad des Motors auch nach dem Kaltstart bei niedrigen Temperaturen optimiert wird.
Abgesehen von den mechanischen Schaltgetrieben mit synchronisiertem
Wendegetriebe (mit 15/15 und 20/20 Vorwärts- und Rückwärtsgängen)
und den Lastschaltwendegetrieben (20/20 und 40/40 Vorwärts- und
Rückgänge) steht jetzt auch eine Getriebeversion zur Verfügung, bei
der beide Bauformen vereint sind: synchronisiertes Wendegetriebe und
Lastschaltgetriebe mit fünf Gängen, vier Gruppen und Kriechganggetriebe (mit
insgesamt 40/40), beziehungsweise mit drei Gruppen (30/30).
Sämtliche Versionen des Modells 90 (LS und GS) erhalten
Zusatzhubzylinder für den Heckkraftheber mit einem auf 70 mm
vergrößerten Durchmesser, die eine verbesserte Führung der
Anbaugeräte während des Hubvorgangs garantieren, bei einer unveränderten maximalen Hubkraft von 4.300 Kilo.
Die Modelle 105
(LS und GS) sind auch mit einem elektronisch gesteuerten Heckkraftheber
(EHR) und Zusatzhubzylindern mit einer Hubkraft von 6.200 Kilo lieferbar.
Ebenfalls neu sind die hydraulischen Zusatzsteuergeräte der Modelle
Explorer3 105: Zusätzlich zu den bereits vorhandenen drei
doppeltwirkenden Hydrauliksteuergeräte (hinten) kann jetzt ein
weiteres elektrohydraulisch gesteuertes Steuergerät mit niedrigerer
Förderleistung (25 l/min) bestellt werden, das über einen Wippschalter
in der Kabine bedient wird und beispielsweise zur Betätigung des Oberlenkers
verwendet werden kann.
Bessere Sicht
Durch den Einsatz eines neuen, leistungsfähigeren und 60 mm kürzer
bauenden Klimakondensators (mit geänderter Abdeckung) konnte die neue vier-Pfosten-Kabine gegenüber der alten Kabine um 70 mm erhöht werden. So
war es möglich, die Glasfläche zu vergrößern, deren Hauptvorzug in
der Erweiterung des Sichtfelds um acht Grad nach oben und Verbesserung der
Rundumsicht liegen.
Bedienelemente angepasst
Auch die wesentlichen Bedienelemente wurden überarbeitet: Die
Seitenkonsolen sowohl der Versionen mit mechanischem, als auch der mit
elektronischem Kraftheber wurden ergonomischer gestaltet und sind jetzt
mit Staufächern versehen. Neu ist auch das digitale Anzeigefeld, das
bei allen Modellen serienmäßig ist und dem Fahrer eine optimale
Kontrolle der wichtigsten Betriebsparameter des Traktors ermöglicht.
Die Schallisolierung der Kabine wurde durch die Verwendung von
effizienteren Dämmmaterialien weiter optimiert.
Ein besonderes Extra der neuen Baureihe stellt die
erstmals zugelassene Reifenkombination 540/65 R24 (vorne) und 600/65 R34
(105) (hinten) dar.