Samstag, 26.05.2012
Schädlinge vom Frost unbeeindruckt
Nicht nur Nützlinge, auch heimische Schädlinge sind gut an den Frost angepasst. Das zeigt sich gerade jetzt wieder: Trotz der extremen Kälte haben die Insekten überlebt.
Heimische Schädlinge haben den Frost der letzten Wochen gut überstanden. Lediglich mit weniger Blattläusen darf gerechnet werden.
© Mühlhausen/landpixel
Verschiedene Forschungsanstalten haben vergangene Woche darauf hingewiesen, dass heimische Insekten - auch die Schädlinge unter ihnen - gut an den Frost angepasst seien. Die aktuelle Kälteperiode in Europa sei normal, besonders wenn man die Jahrmillionen in Betracht ziehe, während derer sich die Schädlinge an solche Temperaturen anpasst hätten.
Gut an den Frost angepasst
Die meisten Insekten verharrten im Winter in einer Entwicklungsruhe,
wobei ihr Stoffwechsel stark reduziert sei und fast zum Erliegen komme.
Zudem sei das Insektenblut durch eine Art Frostschutzmittel vor dem
Gefrieren geschützt. Den meisten heimischen Arten machten selbst
Temperaturen von unter minus zehn Grad nicht viel aus, betonte Agroscope.
Darüber hinaus suchten viele Insekten im Winter Verstecke auf, die sie
vor extremer Kälte schützten, oder sie überwinterten im Boden.
Wetter nach der Winterruhe entscheidend
An die
normale Wintersterblichkeit passten sie sich zudem mit einer
entsprechend hohen Zahl an Nachkommen im nächsten Frühjahr an. Wichtig
für die Entwicklung der Population sei dann das
Wetter nach der
Winterruhe.
Weniger Blattläuse zu erwarten
Allerdings könnten sich im Frühjahr durchaus Unterschiede zu
extrem milden Wintern zeigen, so die Wissenschaftler. So sei
beispielsweise nicht mit außergewöhnlich hohen Populationen bei
Blattläusen zu rechnen. Zu schaffen mache die Kälte auch den Arten, die
mit dem Klimawandel neu eingewandert seien, so etwa die
Grüne Zitrusblattlaus oder die Walnuss-Fruchtfliege. Viele solche
Einwanderer seien an mildere Bedingungen angepasst und vertrügen längere
Frostperioden folglich schlechter als die heimischen Arten.
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AgE/pd
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