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Tangermann bezeichnete den rasanten Anstieg der Preise bei Getreide und Ölfrüchten 2007/08 als "Schluckauf" an den Märkten, der zwar Besonderheiten aufweise, aber mit anderen derartigen Vorgängen vergleichbar ist. Noch stärker sei der Preispik 1973 gewesen. Damals sei von einer "großen Welternährungskrise" gesprochen worden, die noch dazu mit der ersten Ölkrise zusammengefallen sei. Es gebe Vieles, was uns "nicht ganz unbekannt" vorkomme. Auch damals hätten sich aber die Märkte relativ schnell wieder beruhigt und die "normale" Entwicklung, nämlich sinkende Preise für Agrarrohstoffe sei wieder eingetreten.
Die derzeitige Situation sei davon gekennzeichnet, dass durch ungünstiges Wetter in den letzten Jahren die Erträge in wichtigen Anbauregionen niedrig waren. Bei steigendem Verbrauch seien so die Lagerbestände, besonders bei Weizen, auf einen historisch niedrigen Stand gefallen. Mit Unterschreitung einer Grenze setze dann aber eine Preisrallye ein. Es komme zu Panik bei Marktteilnehmern und bei Regierungen. Verarbeiter versuchen sich zusätzlich zu bevorraten, die Politik verfügt Exportstopps und erhöht Exportsteuern – damit kommt es zu einem weiteren Preisauftrieb durch Verknappung. Jetzt geraten die Importländer in Panik, weil die Ernährung der Bevölkerung nicht mehr oder nur mit einem großen Aufwand zu sichern sind. Einen nicht zu unterschätzenden Preisauftrieb (etwa ein Drittel) resultiert nach Tangermann aus der durch Subventionierung erzeugten Konkurrenz der Biotreibstoffproduktion. Hinzu komme, wie der OECD-Direktor betonte, dass der hohe Ölpreis seine Wirkung auf die Agrarpreise habe. Gestiegene Kosten der Produktion würden zudem sowieso zu steigenden Preisen führen.
Die OECD gehe für die nächsten zehn Jahre davon aus, dass die Preise sich wieder beruhigen. Sie würden allerdings recht volatil bleiben. Beim Getreide habe das begonnen und speziell beim Weizen sei "die Blase schon geplatzt." Allerdings – so Tangermann – bleiben die Preise auf einem höheren Niveau als vor dem Pik. Bei Getreide rechnen die Experten von OECD und FAO mit + 20 bis 30 Prozent beim Weltmarktpreis im Vergleich zum vorangegangenen Jahrzehnt. Langfristig sei der Trend zum Sinken der Agrarpreise allerdings ungebrochen. Diese Tendenz würde sich aber abschwächen. (bö/Neue Landwirtschaft)

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18°C | 14°C | |
| Raps | 460,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 210,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,20 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
