Samstag, 26.05.2012
EU: Schweinepreise stabil, Erlöse in Deutschland sinken
In den letzten Wochen konnte in Deutschland mit am meisten für Schlachtschweine erlöst werden. Diese Woche finden sich Schweineerzeuger bei der Preisentwicklung nur mehr im Mittelfeld.
Auch für Deutschland rechnet die isn weiter mit stabilen Preisen.
© Mühlhausen/landpixel
In der aktuellen Woche ist der EU-Schweinemarkt von stabilen bis weiter steigenden Preisen gekennzeichnet. Die deutlichsten Preissteigerungen gab es in Spanien mit fünf Cent. Hier wird von einer sehr guten Nachfrage bei einem begrenzten Angebot berichtet. Dementsprechend sind die durchschnittlichen Schlachtgewichte hier weiter rückläufig.
Auch in Frankreich stieg die Notierung bei einem knappen Angebot deutlich um vier Cent gegenüber der Vorwoche an. In Dänemark konnte der Preis drei Cent zulegen. Keine Preisänderungen melden Belgien, Österreich und Deutschland. Nur in den Niederlanden gab es mit einem Cent Minus einen leichten Preisrückgang.
Hauspreise von 1,56 Euro
Nachdem die deutsche Notierung in den vergangenen drei Wochen mit
an der Spitze im europäischen Vergleich gelegen hatte, belegt sie nun
nur noch einen Platz im Mittelfeld. Auch in der aktuellen Woche vermelden dieselben deutschen Unternehmen
wie in der Vorwoche wiederum Hauspreise von 1,56 Euro und damit einen um
vier Cent geringeren Preis als die Notierung der Vereinigung der
Erzeugergemeinschaften (VEZG). In der vergangenen Woche mussten die
Unternehmen mit Hauspreisen eine deutliche Kürzung der Schlachtmengen
hinnehmen. Da sich auch in der laufenden Woche nicht andeutet, dass sich
das Angebot deutlich erhöht, werden die Unternehmen mit Hauspreisen
weiter so gut es geht umfahren. Auch aus den Niederlanden und Dänemark
dürften diese Unternehmen zu ihren Kursen keine nennenswerten Mengen an
Schlachtschweinen erhalten.
Im Preisranking der fünf größten europäischen
Schweinefleischproduzenten vorne liegen Spanien und Frankreich,
Schlusslicht sind die Niederlande.
Tendenz für den
deutschen Markt
Das stabile Preisniveau in Europa dürfte sich weiter auch auf
Deutschland übertragen lassen. Es scheint derzeit sehr fraglich, ob sich
die Hauspreise flächendeckend durchsetzen, da aktuell das knappe
Lebendangebot preisbestimmend ist.
isn
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