Samstag, 26.05.2012
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Wie sieht die Zukunft für den ländlichen Raum aus?
Niedersachsen - Arzt weg? Laden weg? Sieht so die Zukunft für den ländlichen Raum aus oder finden wir neue Modelle des Zusammenlebens? Wir fragten Wolfram Sest zu diesem Thema.
Politik und Ehrenamt
Mein Name ist Wolfram Sest, ich bin 57 Jahre alt und selbständiger Diplom-Kaufmann. Ich bin als Kreistagsabgeordneter aktiv in der Politik. Das ASG-Seminar zur Entwicklung des Ländlichen Raums besuche ich, weil ich mir hiervon wertvolle Anregungen für meine ehrenamtliche Arbeit im Projekt "BücherBus" verspreche.
Hilfe zur Selbsthilfe im Bürgeroffenen Forum
Ich bin Vorsitzender des BücherBus e.V. im Landkreis Uelzen und suche auf solchen Seminaren den Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen und Möglichkeiten der Vernetzung. Der BücherBus ist als Verein entstanden, nachdem der Kreistag 2004 die Schließung für 2005 beschlossen hat. Wir haben dann 2004 zunächst einen Förderverein gegründet und führen den Verein heute als Träger der Fahrbücherei mit zwei Angestellten im Landkreis Uelzen.
Der demografischen Entwicklung gegensteuern
Oft ist es ja so, dass bei den LEADER-Projekten die Organisation und Finanzierung vor Ort das größere Problem als die Co-Finanzierung durch die EU ist. Wir müssen der allgemeinen demografischen Entwicklung generell und insbesondere in jetzt schon bevölkerungsschwachen Regionen gegensteuern. Im Kreis Lüchow-Dannenberg ist es beispielsweise so, dass wir leer stehende Gebäude von großen landwirtschaftlichen Betrieben nicht mal verschenken können, weil kein Markt dafür vorhanden ist. Insofern waren die vorgestellten Beispiele von Leerstandsbörsen in und durch die Kommunen eine wertvolle Anregung für andere Landkreise, diesem Beispiel zu folgen.
Wie sieht die Zukunft für den ländlichen Raum aus?
Wolfram Sest,
29556 Suderburg
Niedersachsen
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