Hannover - Der Startschuss für die Silomaisernte wird in Kürze fallen. Die ersten Bestände sind fast erntereif. Erwartet werden hohe Silageerträge mit guter Qualität.
Der Mais verspricht in diesem Jahr gute Erträge.
© Schollen/landpixel.de
Nach Berechnungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden erste Silomais-Bestände bald erntereif sein. Die Häcksler werden - gutes
Wetter vorausgesetzt - in der Region südliches Emsland/Grafschaft Bentheim bereits Mitte September ihre Arbeit aufnehmen. Insgesamt können sich die niedersächsischen Landwirte auf eine gute Ernte freuen, denn Ertrag und Qualität stimmen in diesem Jahr.
Dabei war der Start alles andere als vielversprechend. Trockenheit kurz
nach der Saat sorgte besonders auf sandigen Böden für Probleme. Diese
Schwierigkeiten konnte der Mais aber im weiteren Vegetationsverlauf
kompensieren. Regelmäßige Niederschläge und eher kühle Temperaturen, die
Raps- und Getreideanbauern vielerorts zur Verzweifelung brachten,
setzte der Mais in Wachstum um.
Auf den richtigen Erntezeitpunkt achten
Die meisten Bestände präsentieren sich
heute prächtig. An sattgrünen Pflanzen reifen große Kolben heran, die
den Energiegehalt der Silage maßgeblich bestimmen.
Der optimale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn der Mais mit einem
Trockenmassegehalt von 30 bis 35 Prozent gehäckselt wird. Bei zu
niedrigen Werten tritt Sickersaft aus dem Silagehaufen, oberhalb von 35
Prozent Trockenmasse wird die Pflanze holzig. Das erschwert die
Konservierung und schmeckt den Rindern nicht.
Um den Bauern bei der Wahl
des besten Erntetermins zu helfen, führt die Landwirtschaftkammer
Niedersachsen seit vielen Jahren sogenannte Maisreifeprüfungen durch,
deren Ergebnisse regelmäßig veröffentlicht werden.
500.000 ha Silomais in Niedersachsen
In diesem Jahr stehen gut 500.000 Hektar Silomais in Niedersachsen. Das
entspricht einem Anteil von 19 Prozent an der gesamten
landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr
beträgt knapp zwölf Prozent. Über die Hälfte des Silomaises wird
einsiliert und dient als Viehfutter, der Rest wird als Gärsubstrat für
Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.
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