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[ » LAND & Forst » Content » Energie » Solarbranche setzt auf Eigenverbrauchsregelung ]
Samstag, 26.05.2012
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Energie | 16.03.2010

Solarbranche setzt auf Eigenverbrauchsregelung

Noch nicht aufgegeben hat die bundesdeutsche Solarbranche die Hoffnung, die für Juli vorgesehene Reduzierung der Einspeisevergütung abmildern bzw. bei der Eigenverbrauchvergütung sogar noch höhere Vergütungssätze als geplant durchsetzen zu können. Bei Letzterem sieht sie gute Chancen: „Statt derzeit 3 Cent soll es zwar künftig 8 Cent pro kWh geben, wir hoffen sogar auf 10 Cent", sagte Martin Denz von der Firma alfasolar am Mittwoch vergangener Woche vor der Presse in Hannover.

 
Neuer Markt für Modulhersteller: Mögliche Eigenverbraucher von selbst erzeugten Sonnenstrom.
Werkfoto: alfasolar
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Neuer Markt für Modulhersteller: Mögliche Eigenverbraucher von selbst erzeugten Sonnenstrom. Werkfoto: alfasolar
Schon bei 8 Cent würde für den selbst verbrauchten Dachflächenstrom ein Preis von etwa 22,6 Cent je kWh vergütet werden. Plus des dann nicht mehr an den Energieversorger zu zahlenden Stromgeldes von etwa 20 Cent ergäbe sich rechnerisch ein Erlös von mehr als 42 Cent, also fast so viel, wie noch 2009 für Strom von 30-kWp-Dachflächenanlagen vergütet wurden.
Denz, Inhaber und Geschäftsführer des hannoverschen Solarmodulherstellers, betonte, dass es sich dann nicht nur für Hausbesitzer, sondern vor allem auch für Eigentümer großer Hallen lohnen würde, Strom selbst zu produzieren und vor Ort zu verbrauchen. Es werde von der Wirtschaft ausdrücklich begrüßt, dass die Kapazitätsgrenze bei der Eigenverbrauchsregelung auf 800 kWp erhöht werden soll, anstatt wie bisher bei 30 kWp.
Das Geschäft brummt
Noch brummt das Geschäft mit Solaranlagen, auch bei alfasolar. Was nach Juli wird, wenn für neue PV-Dachanlagen die Einspeisevergütung um 16 % reduziert und für Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen um 11 % gekürzt wird, die Förderung von Anlagen auf Ackerflächen sogar entfällt, vermag auch Ingenieur Denz nicht zu sagen. Wachstumsraten von 40 bis 50 % gehören dann der Vergangenheit an, allenfalls 10 bis 20 % seien in den nächsten Jahren realistisch.
In dem 74-Mitarbeiter-Unternehmen in Hannovers Norden, in dem erst im Herbst 2009 Niedersachsens erste hoch moderne Solarmodulproduktion (jährlich 20 MWp, erweiterbar auf 40) ihren Betrieb aufnahm, wird jetzt rund um die Uhr gearbeitet, sieben Tage die Woche. „Alle drei Minuten ist ein Modul fertig", freut sich der Unternehmer beim Gang durch die Halle, in der auch einige Roboter die einzelnen Platten zusammenfügen. Rund 50 % der kristallinen Stromerzeuger gehen ins Ausland, vornehmlich in west- und südeuropäische Länder. USA und Großbritannien sind Zukunftsmärkte, auch in Russland und der Ukraine ist die Firma am Ball, die in Nordschweden ein weiteres Werk betreibt.
Restlos ausgebucht
Auf 22 Mio. Euro beziffert Denz das Auftragsvolumen für das erste Halbjahr 2010. Im Bereich Landwirtschaft will alfsolar künftig jährlich Systeme in der Größenordnung von etwa drei Megawatt produzieren. Die Investitionskosten belaufen sich nach Angaben von Denz für den Endkunden für eine 30-kWp-Anlage um netto 3.000 Euro je kWp. Damit sei man zwar etwas teurer als der Markt, aber die Pyramidglas-Module sollen etwa 7 % mehr Strom produzieren als die Produkte der Konkurrenz, zudem auch über ein hervorragendes Schwachlichtverhalten verfügen. Denz: „Das ist in Norddeutschland wichtig, weil hier die Sonne 10 % weniger scheint als beispielsweise in Bayern."
Die Firma alfasolar produziert auch die Montagesysteme, Wechselrichter werden von namhaften Herstellern zugekauft. Um eine bestmögliche Dienstleistung anbieten zu können, ist das Unternehmen auch bei der Planung aktiv. Zu beziehen sind die einzelnen Komponenten über Handwerksbetriebe. „Bis Juli sind wir jedoch restlos ausgebucht, können kein Modul mehr zusätzlich verkaufen", so der Firmenchef, dessen Unternehmen schon zu den Top 20 der Branche in Deutschland gehört. 
 
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Keywords Einspeisevergütung | Photovoltaik | Solaranlagen | Solarförderung
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