Samstag, 26.05.2012
BBV: Rechnungshofpläne führen zu 'unnötigem Papierkram'
Kleinbauern zahlen zu wenig Steuern, die Gewinnermittlung muss deshalb angepasst werden. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrechnungshof. Der Bayerische Bauernverband übt scharfe Kritik.
Der Mehrfachantrag kann auch online gestellt werden. Da dabei sofort eine Plausibilitätsprüfung der Daten durchgeführt wird, verspricht das Landwirtschaftsministerium weniger Rückfragen.
© Mühlhausen/landpixel
Der Bundesrechnungshof hat vorgeschlagen, die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen abzuschaffen. Diese Form der Besteuerung sei ungerecht, solcherart besteuerte Betriebe zahlten zu wenig Steuern. Das sieht der Bayerische Bauernverband ganz anders. Der Vorschlag des Bundesrechnungshofes führe zu mehr Bürokratie für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe.
Mehr Papierkram, kaum Steuermehreinnahmen
"Für unsere kleineren Betriebe und vor allem die
Nebenerwerbslandwirte, die ohnehin schon eine hohe Bürokratielast
beklagen, würden die BRH-Pläne nur unnötigen Papierkram bedeuten",
erklärt Georg Wimmer, stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen
Bauernverbandes. Die Überlegungen des BRH würden für jeden dritte
Bauernfamilie in Bayern zusätzliche Aufzeichnungen nach sich ziehen,
aber keine wesentlichen Steuermehreinnahmen für den Staat. "Der
Bundesrechnungshof sollte auch bedenken, ob er für oder gegen kleine
landwirtschaftliche Betriebe ist", erläutert Wimmer.
Mehr Infos zum Bericht des Bundesrechnungshofes erhalten Sie hier ...
pd
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