Samstag, 26.05.2012
Gute Startbedingungen für Raps schaffen
Die Rapsaussaat hat vielerorts bereits begonnen. Stoppelbearbeitungsmaßnahmen sind in Folge der Ernte teilweise ausgeblieben. Deshalb sollte jetzt ein besonderes Augenmerk auf Ausfallraps gelegt werden.
Wer noch keine Zeit für die Stoppelbearbeitung hatte, sollte Ausfallraps jetzt zügig abspritzen oder bearbeiten.
© landpixel
Die gute Bodenfeuchtigkeit und die hohen Temperaturen sind optimale Voraussetzung für einen guten Feldaufgang. Die anhaltende Gewitterneigung ist bei der Saatbettbereitung zu berücksichtigen. Besonders in Hanglagen sollte eine Mulchsaat durchgeführt werden.
Sind die Flächen erst vor kurzem gemäht worden, sollte unmittelbar eine tieflockernde Bearbeitung erfolgen. Ist eine Pflugfurche geplant, sollte vorher erst das Stroh eingearbeitet werden, um das Einpflügen von Strohmatten zu verhindern. Wenn vor der Rapsaussaat organische
Dünger eingearbeitet wurden, kann auf eine weitere Mineraldüngung verzichtet werden. Anderenfalls sollte vor allem bei Mulchsaat eine Förderung der Jugendentwicklung durch eine NP
Düngung z.B. mit DAP erfolgen. Auch die Kaliversorgung ist abzusichern.
Rapsaufwuchs: Ausfallraps jetzt bearbeiten oder abspritzen
Der Ausfallraps ist aufgrund der Niederschläge gut
aufgelaufen. In Folge der Ernte sind Stoppelbearbeitungsmaßnahmen
teilweise ausgeblieben. In den nächsten Tagen sollte daher besonders der
Ausfallraps wieder bearbeitet oder abgespritzt werden. Dies mindert
auch das Risiko des Befalls mit Schnecken und Mäusen. Flächen die jetzt
mit einem Grubber bearbeitet werden, können zur Aussaat des Weizens mit
Universaldrillmaschinen direkt bestellt werden.
Getreidestoppel: Keine Brücken für Pilze und Blattläuse zulassen
Ähnlich wie nach Raps sind auch nach Getreide viele
Flächen derzeit stark bewachsen. Auch, wenn vor allem nach
Gerste eine
Sommerung folgt, sollte dieser Zustand nicht toleriert werden. Das
Ausfallgetreide bildet für viele Schaderreger wie Pilzkrankheiten oder
Blattläuse eine gute Brücke zu den benachbarten Winterungen, die bereits
in einigen Tagen wieder ausgesät werden. Eine Beseitigung des Bewuchses
ist daher wichtig. Ein weiterer Stoppelbearbeitungsgang trägt zudem
dazu bei, dass das Stroh noch besser im Boden verteilt wird.
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Dr. Ulrich Lehrke/LWK
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