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Darüberhinaus könnten die Niederschläge in den Vegetationsperioden örtlich um bis zu 30 Prozent sinken. "Sollten sich diese Prophezeiungen bewahrheiten, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die künftigen Erträge und Qualitäten bei den Ernten im Freistaat", sagte Agrarminister Frank Kupfer heute bei der Vorstellung des Programms "Strategie zur Anpassung der sächsischen Landwirtschaft an den Klimawandel" in Dresden-Pillnitz. "Deshalb müssen sich alle Bauern in Sachsen rechtzeitig darauf vorbereiten", so der Minister weiter. Gemeinsam mit über 200 Landwirten, Verbands- und Behördenvertretern sowie Wissenschaftlern diskutierte Kupfer auf der Fachtagung "Landwirtschaft im Klimawandel" im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erstmals öffentlich das Strategiepapier.
Trockentoleranten Fruchtarten gehört die Zukunft
Das Konzept gibt eine erste Einschätzung der Auswirkungen des Klimawandels auf die sächsische Landwirtschaft bis zum Jahr 2050 und schlägt den Bauern mögliche Anpassungsmaßnahmen vor. Dazu zählen eine veränderte Sorten- und Fruchtartenwahl, Maßnahmen der Bodenbearbeitung, Düngung und Humuswirtschaft sowie Möglichkeiten einer flächenspezifischen, zielgerichteten Bewirtschaftung ("Precision Farming") und Vorschläge zu wassersparenden Bewässerungssystemen. Als erste konkrete Instrumente und Maßnahmen für den langfristigen Anpassungsprozess schlägt das sächsische Landwirtschaftsministerium unter anderem verstärkte Forschungsarbeiten zur Anbaueignung trockentoleranter Fruchtarten und –sorten sowie neue Düngungsstrategien und –techniken vor. Außerdem sollen künftig verstärkt Informationsveranstaltungen und Schulungen für Sachsens Bauern angeboten werden. Weitere Schritte könnten nach Auffassung Kupfers unter anderem eine "flächenbezogene Förderung konservierender Bodenbearbeitung, mobile Beregnungstechniken für den Gartenbau und den Anbau von Kartoffeln sowie stallbauliche Anpassungen gegen Hitzestress beim Vieh sein."
Gemeinsame Strategie weiterentwickeln und umsetzen
Die Fachtagung "Landwirtschaft im Klimawandel" ist der Auftakt zahlreicher weiterer Veranstaltung zu diesem Thema. Alle Beteiligten kündigten heute in Pillnitz an, künftig noch stärker mit Pflanzenzüchtern, Landtechnikern und den Banken zu reden und zu diskutieren, um gemeinsam diese Strategie weiterzuentwickeln und praktisch umzusetzen. Hintergrund der Reihe sind Auswertungen langjähriger Messreihen und modellgestützter Klimaprojektionen die für Sachsen zeigen, dass die Jahresmitteltemperatur zwischen 1961 bis 2007 um 1,3 Grad Celsius angestiegen ist. Würde dieser Trend unverändert anhalten, läge die mittlere Jahresdurchschnittstemperatur im Freistaat zur Jahrhundertmitte nicht mehr wie bisher bei 9, sondern bei 11 Grad Celsius. Gleichzeitig nahmen sowohl Häufigkeit als auch Dauer von Trockenperioden zwischen 1951 und 2000 deutlich zu. Auch extreme Wetterereignisse wie Hochwasser, Dürre, Hagel oder Stürme sollen nach Aussage vieler Wissenschaftler künftig weiter zunehmen. (pd)

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18°C | 14°C | |
| Raps | 460,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 210,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,20 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
