Samstag, 26.05.2012
BBV Mittelfranken dankt Jürgen Ströbel für 20 Jahre Präsident
Herrieden/Lks. Ansbach – 20 Jahre ist es her, dass Jürgen Ströbel, als Nachfolger des verstorbenen Vorgängers Georg Ehnes, zum BBV-Präsidenten von Mittelfranken gewählt wurde.
Dank und Glückwünsche zum 20-jährigen Jubiläum als mittelfränkischer BBV-Bezirkspräsident: Rudolf Fähnlein, Marlene Mortler, Jürgen Ströbel, Renate Ströbel und Ernst Kettemann (v. l.).
© Arnold
Für Vizepräsident Ernst Kettemann, Bezirksbäuerin Marlene Mortler und Direktor Rudolf Fähnlein war dies Anlass, ihn mit einer festlichen Bezirksversammlung zu ehren und ihm für seinen enormen Einsatz zu danken. Ernst Kettemann, der sich eingangs wegen der extremen Trockenheit höchst besorgt zeigte, nannte Jürgen Ströbel einen Botschafter, der die Anliegen der mittelfränkischen Bauernfamilien klar und präzise gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit zum Ausdruck brachte und auch manchen politischen Stein ins Rollen brachte.
Kettemann nannte Ströbel ein echtes milchpolitisches Schwergewicht in Deutschland. Welchen Einsatz dieser Bereich erforderte, sei allein durch 36 Änderungen der Milchquotenregelung deutlich geworden. MdB Marlene Mortler erinnerte an manche Details in den agrarpolitischen Auseinandersetzungen in den zwei Jahrzehnten. Etwa an die Proteste gegen Pläne zur Änderung der EU-Agrarpolitik mit den Aufklebern mit dem Schriftzug „Stoppt Mac Sharry!“, die heute noch auf manchen Anhängern zu sehen sind und ein solcher lange auch auf Ströbels Schlepper sich befand.
Rudolf Fähnlein erinnerte an den Strukturwandel in den vergangenen 20 Jahren. Während sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 24 450 im Jahr 1991 mehr als halbierte, blieben die Mitgliederzahlen im
BBV mit einer Abnahme von zwölf Prozent relativ stabil. Jürgen Ströbel meinte in seiner Replik, dass er nicht mehr als seine Pflicht getan habe, sich für die bäuerlichen Familien und den ländlichen Raum einzusetzen. Besonders tief eingegraben habe sich bei ihm die Erinnerung an BSE, als er versucht hatte, den davon betroffenen Bauernfamilien beizustehen. Mehr dazu im Wochenblatt Nr. 22. (Fritz Arnold)
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