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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Energie » Biomasse » Stroh ]
Samstag, 26.05.2012
Biomasse | 20.07.2011 Redaktion agrarheute.com

Stroh: Biobrennstoff mit Problemen

Hannover - Jedes Jahr fallen in Deutschland rund 44 Millionen Tonnen Stroh an. Ein Fünftel davon könnte zur Energiegewinnung verbrannt werden.
Die Internationale Fachtagung Strohenergie informiert über die Nutzung von Halmgütern.© Rainer Sturm/aboutpixel.de
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Die Internationale Fachtagung Strohenergie informiert über die Nutzung von Halmgütern.
© Rainer Sturm/aboutpixel.de
Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilt könnten von dem anfallenden Stroh ein Fünftel, also knapp neun Millionen Tonnen zur Energiegewinnung verbrannt werden. Da 2,5 Kilogramm Stroh den gleichen Heizwert haben wie ein Liter Heizöl, ließen sich etwa 3,5 Millionen Tonnen Heizöl pro Jahr durch Stroh ersetzen.
 
Hohe Feinstaub und Aschegehalte
 
Für das Stroh spricht neben seinem Heizwert von 4 kWh pro Kilogramm auch die Tatsache, dass es als Koppelprodukt der Getreideproduktion anfällt, also keine zusätzlichen Flächen für die Produktion benötigt werden. Wegen seiner problematischen Eigenschaften wird es Stroh aber schwer haben, sich gegen andere Biobrennstoffe, allen voran Holz, durchzusetzen. So sind die Feinstaub- und Aschegehalte bei Stroh zehnmal so hoch wie bei Holz. Außerdem neigt die Asche des Strohs schon bei Temperaturen von unter 1.000 °C zum Verschlacken. Sie schmilzt und bildet beim Erkalten harte Brocken, die sich auch mit den Bauteilen der Heizanlage verbinden können. Sogar ein "Zuwachsen" des Kessels ist möglich.
 
Hohe Gehalte an Kalium und Chlor
 
Ebenfalls problematisch sind die hohen Gehalte an Kalium und Chlor. Durch sie können sich Säuren bilden, die die Metallteile der Feuerung angreifen (Korrosion). Diese Nachteile können durch teure Filtersysteme und widerstandsfähige Werkstoffe in Brenner und Schornstein ausgeglichen werden. Das ist allerdings so teuer, dass kleine Öfen bis zu 100 kW nicht wirtschaftlich mit Stroh befeuert werden können. So bleibt die energetische Nutzung der Reste aus der Getreideernte zunächst großen Anlagen vorbehalten. In Niedersachsen gibt es bisher nur Anlagen über 200 kW, die größere Objekte beheizen.
 
Walter Hollweg/LWK Niedersachsen
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Keywords Brennstoff | Brennwert | Chlor | Energiegehalt | FEinstaub | Kalium | Stroh | Verbrennung
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