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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Archiv » Energie » Strompreis ]
Samstag, 26.05.2012
Energie | 14.08.2009

Strom auf dem Land teurer als in Großstädten

Berlin - Verbraucher im ländlichen Raum müssen für ihren Strombezug deutlich tiefer in die Tasche greifen als Verbraucher in Ballungsgebieten.

© Irina-Fischer/Fotolia
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© Irina-Fischer/Fotolia

Nach Recherchen des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de zahlen Stromkunden auf dem Land durchschnittlich 4,2 Prozent mehr für ihren Strom als in den Großstädten.

"Der durchschnittliche Strompreis für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunde (kWh) Strom liegt in den 25 größten deutschen Städten bei 853 Euro", rechnet Energieexperte Thorsten Bohg vor.

"Bei den 25 größten Flächenversorgern in der Bundesrepublik müssen bei gleichem Verbrauchswert dagegen im Schnitt 890 Euro bezahlt werden." Grundlage der Berechnungen sind die jeweils günstigsten regulären Tarife der lokalen Grundversorger. In einigen Bundesländern klafft die Schere zwischen Stadt und Land noch weiter auseinander. So kosten 4.000 kWh Strom in den drei größten Städten Mecklenburg-Vorpommerns, Rostock, Schwerin und Neubrandenburg, durchschnittlich 829 Euro.

Weite Wege machen sich bemerkbar

Die größten regionalen Flächenversorger WEMAG und E.ON edis berechnen hingegen mit 952 Euro bzw. 993 Euro bis zu 16,5 Prozent mehr für ihr günstigstes Angebot. Grund für die Preisunterschiede sind die höheren Kosten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur pro Kopf im ländlichen Raum. "Die sprichwörtlich 'weiten Wege' auf dem Land werden von vielen Versorgern auf die Kunden umgelegt, wodurch diese vergleichsweise mehr zur Kasse gebeten werden", macht Bohg deutlich.

Preisunterschiede von bis zu 16,5 Prozent

Viele bundesweit agierende Wettbewerber am Strommarkt bieten aber mittlerweile einheitlich günstige Preise an. "Gerade Stromverbraucher in ländlichen Gebieten haben daher die Möglichkeit, durch den Wechsel des Stromversorgers noch höhere Einsparpotentiale zu erzielen. Hier helfen Vergleichsportale im Internet, die regional günstigsten Tarife zu finden und dem teuren Grundversorger den Rücken zu kehren", rät Bohg.

Starkes regionales Preisgefälle bei Gas

Im Durchschnitt zahlt ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas in den 25 größten deutschen Städten 1.264 Euro im günstigsten Tarif des Grundversorgers. Bei den 25 größten Flächenversorgern werden im Schnitt 1.276 Euro fällig. Auffällig sind hingegen hohe regionale Preisunterschiede zwischen einzelnen Städten. So liegt der jährliche Gaspreis bei den Stadtwerken in München (1.053 Euro) aktuell fast 300 Euro unter den Kosten für Nürnberger Gaskunden (1.344 Euro). Auch in Nordrhein-Westfalen schwanken die Preise zwischen Essen (1.040 Euro), Köln (1.073 Euro) und Dortmund (1.303 Euro) erheblich.

Preise im Internet vergleichen

Im Gegensatz zu den Strompreisen hat der vom Ölpreis abhängige Einkaufspreis beim Gas ein viel höheres Gewicht auf die tatsächlichen Kosten für die Endkunden. Die Verteilungskosten spielen beim Gas eher eine untergeordnete Rolle. Eine Vielzahl der Preisdifferenzen erklärt sich zudem durch die unterschiedlichen Zeitpunkte der Preisanpassungen der einzelnen Unternehmen. Während Preisänderungen bei Stromtarifen oftmals nur einmal jährlich in die Wege geleitet werden, passen manche Gasversorger ihre Preise quartalsweise an die Ölpreisentwicklung an.

Durch Verbraucherportale wie www.toptarif.de oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 499 können sich Verbraucher schnell und unkompliziert über Alternativen in ihrer Region informieren und kostenlos zu günstigeren Anbietern wechseln. (pd)

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