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Die Zuckerrübe ist der Strube AG zufolge nicht nur für die Zuckerindustrie interessant: Zunehmend werde sie als Biogaslieferant erkannt, geschätzt und eingesetzt. Als energiereiche Frucht verkürze sie die Umsetzungsgeschwindigkeit der Substrate und die Gasqualität verbessere sich.
Außerdem ließe sich die Biogasanlage leichter steuern, weil auf Schwankungen schneller reagiert werden könne. Insgesamt werte die Rübe den Substratmix auf. Alternative Energien seien seit dem Erneuerbare Energiengesetz (EEG 2000) weiter auf dem Vormarsch. Mit insgesamt 69 Prozent habe Biomasse im Jahr 2009 den größten Anteil der regenerativen Energie gestellt.
Steintrennung nach dem "Aschenputtelprinzip"
Für die Beschickung der Biogasanlage müssten Zuckerrüben jedoch steinfrei sein. Bei einem Praxiseinsatz in Padenstedt (Kreis Neumünster, Schleswig-Holstein) seien bis zu 40 Tonnen Rüben pro Stunde zu 100 Prozent von Steinen befreit worden. Dieses "Aschenputtelprinzip" sei notwendig, weil sich Steine nicht nur im Fermenter absetzen, sondern auch die Verarbeitungsaggregate beschädigen und die Anlage still legen können.
"Wir haben ein einfaches, funktionsfähiges Prinzip entwickelt, welches sich auf den Höfen gut und kostengünstig umsetzen lässt", so Torsten Weber von der Strube GmbH & Co. KG. Er ist Ideengeber der nach ihm benannten "Weber-Wanne". "Unsere Anlage läuft auch unter Winterbedingungen reibungslos." Der Betriebsleiter und Anlagenbetreiber Jens Beckmann mische der 500kW-Anlage zurzeit täglich 25 Prozent Zuckerrüben zu. Die anfallende Wärme nutze der Land- und Energiewirt für die Hackschnitzeltrocknung, auch für andere Betriebe.
Deutschlandweit im Praxistest
"Ich möchte meine Anlage nicht mehr ohne Rüben betreiben. Mit der Anlage taucht das Problem der Entsteinung nicht mehr auf.", sagt Beckmann dazu. Er baue auf insgesamt 40 Hektar Zuckerrüben an – die Hälfte davon sei nicht quotengebunden und ausschließlich für den Anbau von Biogasrüben bestimmt.
Die Weber-Wanne habe ihre Praxistauglichkeit auf bisher acht Standorten unter Beweis stellen können. Weitere Einsätze sollen in Sachsen-Anhalt, Hessen und Franken folgen. Das Funktionsprinzip basiere auf der Ausnutzung der unterschiedlichen Dichte von Stein und Rübe. Die Kainit-Lösung könne später als Dünger ausgebracht werden. Detaillierte Informationen: unter www.strube.net. (pd)

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