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Die Agrarpolitik lasse sich "nicht an der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Realität vorbei gestalten". In der Tat übt die Zunftskommission Landwirtschaft in ihrem Abschlussbericht Kritik an der bayerischen Landwirtschaftspolitik.
So heißt es darin, dass "die Grenzen des politisch Machbaren in der Vergangenheit zum Teil nicht deutlich genug herausgestellt" wurden. Die Landwirtschaftsverwaltung sei Vielfach überlastet, eine "Überbürokratisierung" müsse künftig abgebaut werden.
Abschlussbericht: Bildungsangebote sind mangelhaft
Kritik hagelt es auch für die staatlichen und nichtstaatlichen Bildungsangebote: "Schwächen
bestehen in der teilweise nicht ausreichenden landwirtschaftlichen Kompetenz der Lehrkräfte". Außerdem würden die "zukünftig immer wichter werdenden Kompetenzen und Zukunftsthemen, wie Unternehmensqualifikation, Krisen - und Risikomanagement, Marktkompetenz, Kommunikation und Persönlichkeitsbildung sowie Diversifizierung" in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu wenig behandelt.
SZ: Binsenweisheiten und altbekannte Forderungen im Bericht
Die Süddeutsche Zeitung wirt dem Abschlussbericht vor, "Binsenweisheiten" und "altbekannte Forderungen" zu enthalten. Schuld daran sei die Zusammensetzung der Zukunftskommission. In ihr finden sich Umweltverbände, Verbraucherorganisationen, Tierschützer, die Kirchen, Wirtschaftsleute - aber auch Vertreter von BDM, AbL und dem Deutschen Bauernverband. "Weil ihre Überzeugungen etwa in der Frage der Agro-Gentechnik völlig konträr sind, ist es für Fischler, Seehofer und Brunner schon ein Erfolg, dass sie nun miteinander sprachen und bis zum Ende der Kommissionsarbeit an der Stange blieben", meint die Süddeutsche Zeitung.
Positives - trotz Kritik
Neben all der Rüge für die bayerische Agrarpolitik findet sich im Abschlussbericht aber auch positives: Die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft hat sehr gute Voraussetzungen, um auch in Zukunft eine bedeutende Stellung am Markt einzunehmen. (ez)

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| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
