Samstag, 26.05.2012
Tierhaltung wichtiges Standbein der deutschen Landwirtschaft
Berlin - Die Bauern in Deutschland halten heute weniger Rinder als im Jahr 2000, aber auch weniger als 1950 oder gar 1900.
Das Schmallenberg-Virus kann auch für Rinder gefährlich werden, derzeit ist es jedoch "nur" bei Schafen ausgebrochen.
© Christian Mühlhausen/www.landpixel.de
12,8 Millionen Rinder stehen in den Ställen der deutschen Landwirtschaft, noch im Jahr 2000 waren es 14,5 Millionen, 1950 14,8 Millionen und im Reichsgebiet 1900 gar 18,9 Millionen Rinder. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) weiter mitteilte, werden heute gegenüber 2000 etwas mehr Schweine (+ 4 Prozent, 26,5 Mio. gegenüber 25,6 Mio.) und Geflügel (+ 5 Prozent) gehalten. Die Schafbestände dagegen haben deutlich abgenommen (- 14 Prozent).
Die Anzahl der tierhaltenden Betriebe ist jedoch zurückgegangen. Allein von 2007 bis 2010 hätten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 22.300 Höfe oder gut 9 Prozent die Tierhaltung aufgegeben. 2010 hielten aber immer noch 216.100 Landwirte von den 301.000 Betrieben in Deutschland Nutztiere.
Strukturwandel deutlich sichtbar
Damit sei der deutsche Agrarstandort nach wie vor stark auf
die Tierhaltung ausgerichtet, betonte der DBV. Der stärkste Rückgang
unter den tierhaltenden Betrieben erlebten die Schweine haltenden
Betriebe, wo 14.200 Schweinehalter oder 19 Prozent von 2007 bis 2010
aus der Tierhaltung ausstiegen, stellte der
DBV fest. Der deutliche
Strukturwandel in der Tierhaltung ging mit erheblichen Investitionen
und einer Aufstockung der Tierbestände in den verbleibenden Betrieben
einher.
Mehrheit der Schweine stammen aus Betrieben mit mehr als 1000 Tieren
Bei der Rinderhaltung beträgt der Anteil der Betriebe mit
mehr als 100 Tieren heute rund 27 Prozent. Zwei Drittel der in
Deutschland erzeugten Milch stammt mittlerweile aus Betrieben mit 50
und mehr Kühen. Bei der Schweinehaltung werden Investionstätigkeit und
Spezialisierung noch deutlicher. 64 Prozent aller in Deutschland
gehaltenen Schweine werden in Betrieben mit mehr als 1.000 Tieren
gehalten. Die Investitionen der vergangenen Jahre in den Stallbau seien
vor allem zum Vorteil des Tier- und Arbeitsschutzes getätigt worden,
stellte der
DBV fest. Im Vergleich mit anderen tierhaltungsstarken
Ländern in der EU und Übersee sei die deutsche Tierhaltung hier führend
und von der Betriebsstruktur nach wie vor bäuerlich und mittelständisch
geprägt.
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pd
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