Damme - Wie aus einem Branchenranking der afz - allgemeine fleischer zeitung hervorgeht ist die Fleischwirtschaft mit dem Jahr 2010 zurück in der Wachstumsspur.
Mit einem Umsatzvolumen von 4,3 Milliarden Euro führt das Unternehmen Tönnies das Ranking der Fleischwirtschaft an.
Beinahe alle Betriebe der Schlacht- und Zerlegeindustrie sowie der Fleischwarenindustrie erzielten Umsatzzuwächse.
Spitzenreiter ist erneut der Schweine- und Rinderschlachter Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück.
Tönnies führt das Ranking mit einem Umsatzvolumen von 4,3 Milliarden Euro an. Der zweite Platz geht in diesem Jahr an Vion Food Germany (Düsseldorf), dessen Gesamtumsätze für alle 40 Standorte die afz zum ersten Mal veröffentlicht. Sie belaufen sich auf 3,7 Milliarden Euro. Zur Vion Food Germany zählen u. a. traditionelle deutsche Schlachtunternehmen wie Moksel (Buchloe) und Südfleisch (München) sowie die Vion Hamburg. Auf dem dritten Rang folgt die PHW-Gruppe mit bekannten Unternehmen wie Lohmann & Co. und Wiesenhof mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.
Die genossenschaftliche Westfleisch (Münster/Westfalen) belegt Platz vier mit 1,93 Milliarden Euro. Das Ranking bietet eine weitere Premiere: In den Top 5 ist ebenfalls erstmals ein Fleischwarenhersteller vertreten, die Heristo AG (Bad Rothenfelde) mit bekannten Markenartikeln wie Stockmeyer, Ferdi Fuchs, Provital und Riedl. Ihr Umsatz beläuft sich auf 1,54 Milliarden Euro.
Schlachtsektor
Dynamische Entwicklung der Schweineschlachtungen
Das Ranking zeigt erneut eine dynamische Entwicklung der Schweineschlachtzahlen auf. Tönnies, Vion und D+S (Essen/Oldenburg) haben alleine gut drei Millionen Schweine mehr als im Jahr zuvor geschlachtet. Mit der Übernahme von D+S durch Danish Crown (Randers, Dänemark) ist nun auch ein dänisches Unternehmen in der deutschen Fleischindustrie engagiert. Deutschland entwickelt sich aufgrund seiner modernen Schlachtinfrastruktur immer mehr zum Schweinefleischexporteur. Dem trägt die am 6. und 7. Oktober in Bonn tagende World-Pork-Conference Rechnung, die erstmals in Deutschland stattfinden wird.
Fleischwarenherstellungnur moderat gestiegen
Die Fleischwarenhersteller steigerten ihre Produktion im Vergleich zum Schlachtsektor nur sehr moderat. Die Fleischwerke des Handels wachsen unterdessen ungebremst weiter. Die zur Schwarz-Gruppe gehörenden Kaufland Fleischwerke (Neckarsulm) expandieren weiter. Der Umsatz wird auf 650 Millionen Euro geschätzt. Brandenburg (Rewe) wächst auf einen Umsatz von 562 Millionen Euro, und die Edeka Fleischwerke vermelden Umsatzsprünge. In den Top 10 Fleischwerken des Handels ist die Edeka das Schwergewicht mit sieben Unternehmen. Zusammen genommen erwirtschaften allein die Edeka Fleischwerke einen Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Euro.