Donnerstag, 23.02.2012
Tönnies ändert Abrechnungsmasken
Ab 1. Juli werden auf dem Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück die unkastrierten männlichen Schweine nach einer so genannten Ebermaske bezahlt.
Für unkastrierte Schweine, die von Besamungsebern stammen, deren Nachkommen weniger geruchsauffällig sind, gibt es ab 1. Oktober bei Tönnies einen Bonus.
© Mühlhausen/landpixel
Damit möchte Tönnies nach eigenen Aussagen den Forderungen aus der Landwirtschaft gerecht werden, die Bezahlung der Schlachttiere stärker am Handelswert auszurichten. Die neue Ebermaske ähnelt der bestehenden Maske für weibliche und kastrierte Schweine sehr, wesentliche Unterschiede sind vor allem bei den Kriterien für den Bauch zu finden.
Da Eber im Durchschnitt einen höheren Bauchfleischgehalt haben, wird der
Optimalbereich erst bei mehr als 56 Prozent MFL liegen. Bei Börgen und
weiblichen Tieren beginnt der Optimalbereich bereits bei 53 Prozent MFL.
Bonus für unkastrierte Schweine ab 1. Oktober
Geruchsarme Eber
Das Zuchtunternehmen Topigs-SNW hat ein Verfahren entwickelt, mit dem der Ebergeruch bei den männlichen Nachkommen bestimmter SNW-Pi select Eber (NADOR-Eber) um 40 Prozent reduziert wird. An mittlerweile 7.000 Topigs-Ebern getestet, hat die Methode ihre Bewährungsprobe nach Firmenangaben bereits bestanden und kann jetzt in den Praxiseinsatz gehen.
Landwirte, die einen NADOR-Endprodukteber einsetzen wollen, können vom 1. Februar 2012 an Sperma dieser besonders getesteten Linie bei vier Besamungsstationen bestellen. Insgesamt stehen mittlerweile knapp 70 Eber mit einem NADOR-Zuchtwert zur Verfügung. Junge SNW-Pi-Select-Eber in Quarantäne sollen künftig sämtlich untersucht werden, sodass das Angebot ständig wächst.
isn/pd
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