Samstag, 26.05.2012
Traktorenverkäufe in der ersten Jahreshälfte bislang eher schleppend
Wien - Der Traktorenmarkt in Österreich ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres noch nicht richtig auf Touren gekommen.
In Österreich liefen Traktorenverkäufe im ersten Halbjahr schleppend. Heimische Fabrikate wie Steyr lagen vorn.
© Steyr
Dies ist nach Einschätzung des Clubs Landtechnik Austria auf eine zunehmende Verunsicherung der Landwirte zurückzuführen, die aufgrund wenig optimistischer Prognosen hinsichtlich der zukünftigen EU-Agrarpolitik geplante Investitionen in neue Traktoren und Maschinen derzeit eher auf die lange Bank schieben. Für die Kaufzurückhaltung dürften zudem sinkende Preise für Getreide, Feldfrüchte und Fleisch sorgen, nicht zuletzt aber auch die Frage, wie es mit dem
Milchpreis nach dem Wegfall der Quoten weitergehen wird.
Wie der Club Landtechnik Austria mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 2011 in Österreich insgesamt 3.571 neue Standardtraktoren gekauft und bei der Zulassungsbehörde gemeldet; das seien 255 Schlepper oder 6,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und so wenige wie in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr. Auch der Verkauf neuer Obst- und Weinbautraktoren verlief bislang schleppend; es konnten nur 126 Maschinen abgesetzt werden, womit das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um rund 30 Prozent unterschritten wurde. Zugelegt hätten hingegen die Verkäufe von Kommunaltraktoren, und zwar um 20 Prozent auf 120 Maschinen.
Traktoren aus heimischer Produktion lagen vorn
Im Ranking der beliebtesten Traktoren habe sich die heimische Marke Steyr in der ersten Jahreshälfte trotz eines leichten Absatzrückgangs um 41 Maschinen mit insgesamt 565 Traktoren und einem Anteil von 15,8 Prozent als Nummer eins am Markt behaupten können, gefolgt von Lindner aus Tirol mit 520 Traktoren und 14,6 Prozent Marktanteil.
JohnDeere habe mit 489 verkauften Traktoren weit hinter den guten Verkaufszahlen der ersten sechs Monate des Vorjahres zurück gelegen; der Absatz habe sich um 144 Stück verringert, reichte aber für einen Anteil von 13,7 Prozent.
Dahinter folgten New Holland und Fendt, die 465 beziehungsweise 398 Traktoren hätten absetzen können und Marktanteile von 13,0 Prozent und 11,1 Prozent erreichten. Mehr Schlepper als in der Vorjahresperiode hätten die Hersteller Deutz-Fahr mit 258 Stück, Massey-Ferguson mit 242 Stück, Same mit 144 Stück und Valtra mit 125 Stück an die Landwirte bringen können.
AgE
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