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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Landtechnik » Spezielles » Trends Organische Düngung ]
Samstag, 26.05.2012
Spezielles | 15.07.2011 Redaktion Agrartechnik

Trends in der organischen Düngung: Einbringen hilft sparen

Würzburg - Gülle und Mist sind mehr wert. Diese Feststellung treffen immer mehr Kunden und rüsten Fässer und Streuer entsprechend aus. Agrartechnik hat den Trends nachgespürt.
Die direkte Einarbeitung der Gülle findet immer mehr Anhänger, da so die Düngewirkung der Gülle optimal genutzt werden kann.© pd
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Die direkte Einarbeitung der Gülle findet immer mehr Anhänger, da so die Düngewirkung der Gülle optimal genutzt werden kann.
© pd
Hersteller sind positiv gestimmt

 
Den bisherigen Marktverlauf 2011 sehen alle Hersteller recht positiv, und auch für 2012 stehen die Zeichen auf Wachstum. "Die Nachfrage nach Gülletechnik ist bei Kotte sehr gut", stellt Felix Hainzl, Kotte Landtechnik, fest. "Momentan ist auch kein Abbruch der sehr positiven Entwicklung und Situation in Sicht. Einziger Wehmutstropfen ist die Lieferfähigkeit von manchen Komponenten. Hierdurch verlängern sich die Lieferzeiten. Die Entwicklung im Bereich Biogas trägt mit Sicherheit nach wie vor zur positiven Geschäftsentwicklung in der Gülletechnik bei, wobei hier mit einem leichten Rückgang der Anlagen-Neubauten zu rechnen ist." Im ersten Halbjahr 2011 konnte auch Bergmann eine Steigerung der Streuer-Umsätze erzielen, und das Unternehmen ist zuversichtlich, dass sich diese Tendenz im Laufe der nächsten zwölf Monate weiter fortsetzen wird.

Markt für Gülletechnik wächst weiter

Der Biogas-Boom hat auch den deutschen Universalstreuermarkt in Schwung gebracht. "Wo wir insgesamt von einem stabilen Markt sprechen, bemerkt man eine deutliche Verschiebung des Absatzes zu größeren Modellen, auch in den nächsten Monaten", bemerkt Martin Steinmeier, Strautmann. "Ein besonderer Grund ist wohl, dass mittlerweile große Massen an Festmist in die Biogas-Anlagen eingebracht wird, die in dieser Form eben einfach nicht mehr gestreut werden müssen. Aber auch die separierten Gärreste nehmen erheblich zu, die wiederum mit dem Streuer ausgebracht werden." Der Markt nach Gülletechnik ist weiter am Wachsen bestätigt auch Sebastian Zunhammer. "Natürlich tragen die Biogas-Anlagen dazu bei. Wir sind nach einem Bau-Boom bei Biogasanlagen immer mit "etwas Verspätung" dran, etwa ein Jahr. Wir erwarten auch keinen Rückgang in den nächsten zwölf Monaten. Einige Lohnunterenhmer steigen überhaupt erst jetzt in die Gülle-Technik ein, denn in traditionellen Ackerbaugebieten gibt es jetzt auch „Biogasgülle".
 
Allgemein ist eine stetig verbesserte Stimmung im Markt, die nur vorübergehend durch die Trockenheit ein wenig getrübt ist, berichten die Hersteller unisono. Insgesamt stünden die Kunden Investitionen optimistisch gegenüber. "Vor dem Hintergrund politischer Vorgaben für eine artgerechte Viehhaltung und dem damit verbundenen Zuwachs an Neu- und Umbauten von Ställen - mit Blick auf den Festmist - wächst die Bedeutung dieses Segmentes auch in Zukunft", ist Ute Possemeyer, Lely Deutschland, überzeugt. "Der Abgang von Güllevolumen aus dieser Veränderung wird jedoch vom Zuwachs in der Substratausbringung aus Biogasanlagen weit übertroffen. Die Haltung von Rindern und vor allem Schweinen auf Gülle wird nach wie vor eine hohe Bedeutung beibehalten. Durch die hohen Mineraldüngerpreise wird dieses Segment noch einmal interessanter."

Injektortechnik im Südem weiter verbreitet

Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der Wirtschaftsdünger an andere Betriebe abgibt, muss einmal im Jahr die Mengen und Nährstoffgehalte an die Kreisstellen der Landwirtschaftskammer melden. © Werkfoto
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Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der Wirtschaftsdünger an andere Betriebe abgibt, muss einmal im Jahr die Mengen und Nährstoffgehalte an die Kreisstellen der Landwirtschaftskammer melden.
© Werkfoto
Kverneland hat seit Dezember 2010 den Vertrieb von Veenhuis Gülletechnik übernommen. , "Für Walter Veenhuis war jedoch klar anzumerken, dass die Anfragen durch das Kverneland Netzwerk enorm gestiegen sind", berichet Alexander Kaczmarczyk, Kverneland. "Da kommt die größere Bekanntheit von Kverneland, das Händlernetzwerk und die steigende Nachfrage nach effizienter Ausbringung zusammen. Wobei man hier ganz klar merkt, dass der Süden Deutschlands weiter in dem Thema ist. Hier ist das Verständnis, dass eine effiziente Ausbringung sich lohnt, schon weiter. Dies kann man durch die Politik, die Hochschulen und Universitäten erklären, die hier viel Aufklärungsarbeit leisten. (Beispiel Landmaschinenschule Triesdorf). Es sind ganz klar regionale Unterschiede feststellbar.
 
Injektortechnik ist im Süden Deutschlands schon weiter anerkannt als im Norden. Jedoch muss auch hier noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Denn das Verständnis muss noch steigen und die Zielgruppe muss verstehen, dass die direkte Einbringung von Gülle Vorteile für den Lohnunternehmer, den Landwirt, den Anwohner und der Politik bietet. Dies werden wir auch mit unseren neuen Kverneland Kompetenzzentrum Gülletechnik vermitteln. Hier wollen wir eine entscheidende Rolle in der Vermittlung von Kompetenz spielen. Die Zielgruppe muss aufgeklärt werden, wo und warum Vorteile bei der direkten Einbringung liegen."
 
Trend geht zur direkten Einarbeitung
 
Der Trend geht nach Meinung von Jan Strykowski, Samson, immer mehr zur direkten Einarbeitung also Stickstoff verlustfreier Ausbringung. "Man muss es aber ein wenig unterscheiden in Regionen, wo die Biogasanlagen- und die Viehdichte sehr hoch ist wird auf verlustfreie Gülleausbringung nicht so geachtet wie in den Regionen, in denen wenig Anlagen und Vieh stehen. Für uns können wir erkennen das von Jahr zu Jahr immer mehr Schlitzgeräte und Grubber zur Direkteinarbeitung verkauft werden." "Es gibt mehr Interesse für verlustärmere Ausbringtechnik, bedingt durch hohe Düngerpreise und das große Potenzial in der Gülle", bestätigt auch Pierre Wuidar, Joskin.
"Das trockene Frühjahr hat den Einsatz von Schlitztechnik (Typ Solodisc) gefördert.
"

Bedienkomfort und Genauigkeit

Der Trend geht zur hochwertigen Technik. Bedienkomfort, Bediensicherheit und Genauigkeit der Ausbringung sind ein großes Thema bei Kundengesprächen. "Eine Wiegeeinrichtung wird immer häufiger verlangt; auch das Thema ISOBUS setzt sich verstärkt durch", betont Victor Ripke, Bergmann. "Bergmann ist Mitglied im Competence Center ISOBUS und hat eine eigene ISOBUS-Steuerung entwickelt, die im Jahr 2009 für die Universalstreuer und Silierwagen eingeführt wurde. Hierbei kann die Maschine über ein Bediengerät mit Folientastatur in Verbindung mit einen übersichtlichem Display bedient werden. Hintergrundbeleuchtung, Fuhrenzähler, Funktionsabfolgen und die Streumengenregelung sind einige Merkmale dieses Konzeptes, das um das ISOBUS-fähige Bediengerät CCI200 erweitert werden kann. Das CCI200 Terminal bietet dann zusätzlich die Möglichkeit, die Maschine per Touchscreen zu bedienen und es kann mit einem TaskController ausgestattet werden, der das Bindeglied zwischen Hof-PC, Universalstreuer und GPS darstellt. Über verschiedene Schnittstellen, zum Beispiel USB, kann dann eine Applikationskarte im XML-Format vom Hof-PC an das Terminal übergeben werden, die positionsabhängig die notwendige Streumenge an die Steuerung übergibt. Anschließend wird automatisch dokumentiert welche Menge tatsächlich ausgebracht worden ist."
 
"Wir bieten die ISOBUS-Steuerung optional an", berichtet Andrea Tebbe, Tebbe Maschinenfabrik. „Bei großen Streuern steigt die Nachfrage kontinuierlich. Kleinere Streuer werden häufig auch in der Vermietung eingesetzt, deshalb wählen unsere Kunden die elektronische Steuerung, die mit jedem Traktor einsetzbar ist. Wir gehen davon aus, dass die volumenabhängige Mengendosierung bei Streuern weiterhin überwiegen wird. Bei den großen Tandem- und Tridem Streuern wird sich die ISOBUS-Steuerung in den kommenden Jahren durchsetzen." "Kverneland ist The ISOBUS Company und auch in Sachen GEOcontrol gibt Kverneland den Ton an", gibt sich Alexander Kaczmarczyk überzeugt. "Von daher sehen wir ganz klar den Trend in Richtung ISOBUS unterstützten Bedienkomfort und GPS unterstützte Ausbringung. Wir arbeiten an mehreren Seiten hart an der Verwirklichung von neuen Technologien für die Gülletechnik.
 
Analysetechnik per Infrarot
 
Auch die Analysetechnik per Infrarot ist ein ganz klarer Trend. Denn dadurch kann man genau messen, wie viel Nährstoffe sich gerade im Fass befinden und diese dann noch effizienter Feldabhängig dosieren und an der Wurzel ausbringen. Die Unterfußdüngung im Mais per GPS ist auch noch ein anderes Highlight, welches wir auf der Agritechnica präsentieren. Hier muss man ganz klar sagen, dass durch die Zusammenarbeit von Kverneland und Veenhuis sich viele technologische Fortschritte in der Gülletechnik abzeichnen." Die Elektronik hat im Hause Zunhammer seit längerem eine große Bedeutung. "Die Fahrzeuge mit ISOBUS-Steuerung nehmen stetig zu, wegen des Bedienkomforts", bestätigt Sebastian Zunhammer. "Auch unsere elektrische Lenkung gewinnt an Bedeutung. Sie spart dem Anwender deutlich Kosten, insbesondere bei Tridem-Fahrzeugen. Auch unser VAN-Control wird besser nachgefragt und die ersten Lohnunternehmen sind damit im Einsatz. Wir waren der Zeit etwas zu weit voraus – jetzt ist die Zeit aber reif."
 
Verstärkte Nachfrage nach  verbesserter Dokumentation
 
"Aber auch die Nachfrage nach der Möglichkeit der verbesserten Dokumentation oder auch Überwachung verstärkt sich stetig“, unterstreicht Martin Steinmeier. „Auch die hochwertigen separierten Gärreste aus Biogas-Anlagen sind ein wichtiger Faktor für den Absatz dieser neuen Technik vor allem im Inland geworden." "Steigender Bedienkomfort, verbunden mit exakteren Auswertungsmöglichkeiten der Ausbringung (Durchflussmengenmesser, teilflächenspezifische Ausbringung, Datenmanagement) ist deutlich spürbar und wird von den Kunden auch immer mehr gewünscht", bemerkt Felix Hainzl. "Die Entwicklung hin zu immer mehr Elektronik vereinfacht die Bedienung der Fahrzeuge, fordert aber bei den Herstellern natürlich auch deutlich höhere Kenntnisse in diesem Bereich." Samson bietet mit seiner Technik seit dem Jahr 2000 schon eine fahrabhängige Dosierung an und kann die Gülle auf den Hektar auf 100 Liter genau verteilen. „Die Nachfrage nach solchen Maschinen ist gewachsen“, stellt Jan Strykowski fest. „Und wenn man mal über den Tellerrand hinaus schaut, dann kann man erkennen das andere Unternehmen auch in diese Richtung gehen.
 
In welche Richtung die Trends nach Meinung der Landtechnik-Hersteller gehen und was demnächst auf dem Markt zu erwarten ist, lesen Sie im kompletten Beitrag in der aktuellen Agrartechnik. 
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