Der Trend geht zur hochwertigen Technik. Bedienkomfort,
Bediensicherheit und Genauigkeit der Ausbringung sind ein großes Thema
bei Kundengesprächen. "Eine Wiegeeinrichtung wird immer häufiger
verlangt; auch das Thema ISOBUS setzt sich verstärkt durch", betont
Victor Ripke, Bergmann. "Bergmann ist Mitglied im Competence Center
ISOBUS und hat eine eigene ISOBUS-Steuerung entwickelt, die im Jahr 2009
für die Universalstreuer und Silierwagen eingeführt wurde. Hierbei kann
die Maschine über ein Bediengerät mit Folientastatur in Verbindung mit
einen übersichtlichem Display bedient werden. Hintergrundbeleuchtung,
Fuhrenzähler,
Funktionsabfolgen und die Streumengenregelung sind einige Merkmale
dieses Konzeptes, das um das ISOBUS-fähige Bediengerät CCI200 erweitert
werden kann. Das CCI200 Terminal bietet dann zusätzlich die Möglichkeit,
die Maschine per Touchscreen zu bedienen und es kann mit einem
TaskController ausgestattet werden, der das Bindeglied zwischen Hof-PC,
Universalstreuer und GPS darstellt. Über verschiedene Schnittstellen,
zum Beispiel USB, kann dann eine Applikationskarte im XML-Format vom
Hof-PC an das Terminal übergeben werden, die positionsabhängig die
notwendige Streumenge an die Steuerung übergibt. Anschließend wird
automatisch dokumentiert welche Menge tatsächlich ausgebracht worden
ist."
"Wir bieten die ISOBUS-Steuerung optional an", berichtet Andrea Tebbe,
Tebbe Maschinenfabrik. „Bei großen Streuern steigt die Nachfrage
kontinuierlich. Kleinere Streuer werden häufig auch in der Vermietung
eingesetzt, deshalb wählen unsere Kunden die elektronische Steuerung,
die mit jedem Traktor einsetzbar ist. Wir gehen davon aus, dass die
volumenabhängige Mengendosierung bei Streuern weiterhin überwiegen wird.
Bei den großen Tandem- und Tridem Streuern wird sich die
ISOBUS-Steuerung in den kommenden Jahren durchsetzen." "Kverneland ist The ISOBUS Company und auch in Sachen GEOcontrol gibt
Kverneland den Ton an", gibt sich Alexander Kaczmarczyk überzeugt. "Von
daher sehen wir ganz klar den Trend in Richtung ISOBUS unterstützten
Bedienkomfort und GPS unterstützte Ausbringung. Wir arbeiten an mehreren
Seiten hart an der Verwirklichung von neuen Technologien für die
Gülletechnik.
Analysetechnik per Infrarot
Auch die Analysetechnik per Infrarot ist ein ganz klarer
Trend. Denn dadurch kann man genau messen, wie viel Nährstoffe sich
gerade im Fass befinden und diese dann noch effizienter Feldabhängig
dosieren und an der Wurzel ausbringen. Die Unterfußdüngung im Mais per
GPS ist auch noch ein anderes Highlight, welches wir auf der
Agritechnica präsentieren. Hier muss man ganz klar sagen, dass durch die
Zusammenarbeit von Kverneland und Veenhuis sich viele technologische
Fortschritte in der Gülletechnik abzeichnen."
Die Elektronik hat im Hause Zunhammer seit längerem eine große
Bedeutung. "Die Fahrzeuge mit ISOBUS-Steuerung nehmen stetig zu, wegen
des Bedienkomforts", bestätigt Sebastian Zunhammer. "Auch unsere
elektrische Lenkung gewinnt an Bedeutung. Sie spart dem Anwender
deutlich Kosten, insbesondere bei Tridem-Fahrzeugen. Auch unser
VAN-Control wird besser nachgefragt und die ersten Lohnunternehmen sind
damit im Einsatz. Wir waren der Zeit etwas zu weit voraus – jetzt ist
die Zeit aber reif."
Verstärkte Nachfrage nach verbesserter Dokumentation
"Aber auch die Nachfrage nach der Möglichkeit der verbesserten
Dokumentation oder auch Überwachung verstärkt sich stetig“,
unterstreicht Martin Steinmeier. „Auch die hochwertigen separierten
Gärreste aus Biogas-Anlagen sind ein wichtiger Faktor für den Absatz
dieser neuen Technik vor allem im Inland geworden." "Steigender Bedienkomfort, verbunden mit exakteren
Auswertungsmöglichkeiten der Ausbringung (Durchflussmengenmesser,
teilflächenspezifische Ausbringung, Datenmanagement) ist deutlich
spürbar und wird von den Kunden auch immer mehr gewünscht", bemerkt
Felix Hainzl. "Die Entwicklung hin zu immer mehr Elektronik vereinfacht
die Bedienung der Fahrzeuge, fordert aber bei den Herstellern natürlich
auch deutlich höhere Kenntnisse in diesem Bereich."
Samson bietet mit seiner Technik seit dem Jahr 2000 schon eine
fahrabhängige Dosierung an und kann die Gülle auf den Hektar auf 100
Liter genau verteilen. „Die Nachfrage nach solchen Maschinen ist
gewachsen“, stellt Jan Strykowski fest. „Und wenn man mal über den
Tellerrand hinaus schaut, dann kann man erkennen das andere Unternehmen
auch in diese Richtung gehen.
In welche Richtung die Trends nach Meinung der Landtechnik-Hersteller gehen und was demnächst auf dem Markt zu erwarten ist, lesen Sie im kompletten Beitrag in der aktuellen Agrartechnik.