Samstag, 26.05.2012
Agritechnica: Investitionen inbegriffen?
Wir haben unsere Nutzer gefragt, wie die Agritechnica bei ihnen nachwirkt. Knapp 25 Prozent sind fest entschlossen, demnächst in Landtechnik zu investieren.
Maschinen zum Anfassen: Viele Agritechnica-Besucher freuen sich über die Möglichkeit, die Geräte vor Ort anschauen zu können.
© Messefoto
Waren Sie auch auf der
Agritechnica und kamen mit einem Haufen Prospekte und einem Kopf voller Ideen zurück? Uns interessiert, was aus ihnen geworden ist, den Eindrücken und Vorsätzen, mit denen Sie die Messe verlassen haben. Wir haben dazu eine Umfrage gestartet. 157 Nutzer haben insgesamt teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten von ihnen, nämlich 45,9 Prozent, die Messe besuchten, um sich über neueste Trends zu informieren. Fest entschlossen, in Landtechnik zu investieren, sind 24,8 Prozent. "Vielleicht im nächsten Jahr eine Investition tätigen" wollen 17,2 Prozent. "Noch am überlegen" sind 12,1 Prozent.
Erste Agritechnica "ohne getätigten Kauf"
Die Diskussionen unter landlive.de zeigt, dass viele Besucher die Messe nutzen, um sich auf dem Landtechnikmarkt zu orientieren. CaseIH1445XL zieht eine positive Bilanz: "Mir hat die Messe wie immer sehr gut gefallen. Natürlich kann es einmal vorkommen, dass Mitarbeiter etwas genervt sind. Aber das sind ja auch nur Menschen und jeden Tag über zehn Stunden auf einer Messe zu arbeiten, ist sicherlich sehr anstrengend." Trotzdem haben sich für den Nutzer sehr interessante Gespräche ergeben, "wie in jedem Jahr. Wenn man einfach nur wissen möchte was zur Zeit in der Landtechnikbranche passiert und was es für Innovationen in den unterschiedlichen Bereichen gibt, lohnt sich die
Agritechnica nach wie vor."
CaseIH1445XL fährt allerdings nicht zu der Messe, um konkrete Investitionen ins Auge zu fassen: "Dazu ist die
Agritechnica in meinen Augen der falsche Anlass. Wenn ich mich für eine bestimmte Maschine interessiere, dann informiere ich mich im Internet, fahre zum Händler oder besuche eine praktische Vorführung. Dies ist einfach wesentlich interessanter als eine Messe, auf der die Maschinen einfach nur herumstehen."
Maschinen zum Anfassen sind erwünscht
Nutzer DWEWT führte "wirklich konstruktive Gespräche auf einigen Ausstellungsständen". Er fährt zur Agritechnica, um sich besser entscheiden zu können: "Für mich ist die Vorabinformation über die technischen Medien und das Gespräch mit dem Vororthändler der erste Schritt. Mir reichen allerdings der Hochglanzprospekt und die Erläuterungen des Händlers nicht aus. Ich möchte die Maschine/das Gerät in Natura sehen und erläutert bekommen, um dann gegebenenfalls direkt entscheiden zu können. Nur auf einer Messe ist es möglich, die Technik verschiedener Hersteller direkt vergleichen zu können und die Vorteile abwägen zu können." Bisher hat er auf der
Agritechnica häufiger Technik für seinen Betrieb zu Messepreisen eingekauft. Jedoch sei das in diesem Jahr leider nicht möglich gewesen.
Für Gespräche braucht thunderstruck die
Agritechnica nicht: "Konstruktive Gespräche kann ich auch außerhalb der Messe führen." Er war insbesondere auf Ständen von Herstellern, deren Produkte er nutzt und konnte bei dieser Gelegenheit konkrete Fragen zu seinen Maschinen stellen.
"Herdentrieb in der Landtechnik ist erschreckend"
thunderstruck kann den Wettbewerb unter den Landtechnik-Anbietern nicht nachvollziehen: "Bei meinem Schlepperhersteller
JohnDeere haben sie neue Modelle herausgebracht. Die sind sicher nicht schlecht, haben aber ein Detail, welches einfach nur idiotisch ist, schon vom Denkansatz her. Ich habe dann mal einen JD-Mann in ein Gespräch darüber verwickelt und ihn gefragt, was um Himmels Willen man sich dabei wohl gedacht haben mag. Antwort: der Wettbewerb hat das, also müssen wir nachziehen. Und das bei einer Sache, die nicht nur keiner braucht, sondern die sogar praxisfern und schwachsinnig hoch 3 ist. Dieser Herdentrieb bei den Landtechnikern ist schon erschreckend. Bald sind alle Schlepper gleich und es ist egal, was man kauft."
Unbekanntere Hersteller gern gesehen
Guelleking reizen besonders die Hersteller, "die man hier kaum oder gar nicht kennt. Von denen sind so einige vertreten auf der Agritechnica, und ich fand dieses Jahr besonders viele. Das einzige, die Kommunikation ist teilweise nicht so einfach, denn mein Englisch ist doch etwas ähh eingerostet."
Auch Halerebeck hat nur ausgesuchte Stände angesteuert: "Ich war kaum bei den großen Herstellern. Es waren wieder sehr viele interessante Sachen zu sehen, gerade von den kleinen oder unbekannten Herstellern."
bg
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