Samstag, 26.05.2012
UmweltBank profitiert vom steigenden Öko-Bewusstsein
Nürnberg - Die UmweltBank profitiert vom steigenden Interesse an ökologischen Geldanlagen und der hohen Nachfrage nach Krediten zur Finanzierung von Öko-Projekten.
Die UmweltBank investiert in eine Reihe ökologischer Pilotprojekte.
Im vergangenen Jahr legte die Zahl der Kunden um gut acht Prozent auf 86.100 zu, wie das Institut am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Deren Einlagen stiegen auf 1,18 Milliarden Euro (plus 18 Prozent). Zugleich bewilligte die Bank 1,38 Milliarden Euro für die Umsetzung von 13.700 Umweltprojekten.
Fast die Hälfte des Geldes wird für den Bau von Solaranlagen verwendet, ein knappes Drittel für energetische Haussanierungen.
Auch Wind- und Wasserkraftanlagen sowie Biomasse- und Biogasanlagen wurden finanziert. Inzwischen sparen die geförderten Projekte jährlich etwa 1,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein.
Investitionen in ökologische Pilotprojekte
Die grüne Förderbank investiert in eine Reihe von ökologischen Pilotprojekten: So wurde der Prototyp eines innovativen Kleinwasserkraftwerks in Thüringen finanziert, das insbesondere für bisher nicht genutzte Wehranlagen an kleinen Flüssen geeignet ist. In Brandenburg unterstützt die UmweltBank die energetische Sanierung eines kompletten Dorfes. Die Gebäude gehörten früher zu einem Gutsbetrieb am Ortsrand von Berlin und wurden 2010 von einer Wohnungsbaugenossenschaft erworben. Ebenso hat die UmweltBank die Errichtung eines Solarparks am Standort eines ehemaligen Braunkohlekraftwerks in Sachsen mit einem Kredit gefördert.
Mit den von der UmweltBank geförderten Kreditprojekten wurden 2010 rund 1,83 Millionen Tonnen CO2 eingespart.
Wachstum setzt sich fort
Von der Nachfrage profitiert auch die Bilanz des auf Umweltprojekte
spezialisierten Geldhauses mit 140 Mitarbeitern. Das Vorsteuerergebnis
legte um knapp 40 Prozent auf 25,5 Millionen Euro zu, der
Jahresüberschuss kletterte um fast 25 Prozent auf 10,0 Millionen Euro.
Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 98 Cent.
In diesem Jahr setze sich das Wachstum fort, sagte der
Vorstandsvorsitzende Horst Popp. Die Atomkatastrophe im japanischen
Fukushima schlage sich allerdings nicht spürbar nieder. "Bei uns ist die
Dynamik fast unverändert zu den Vorjahren." Es mache sich aber
bemerkbar, dass sich viele Kunden eher für den Bau einer Solaranlage
entschieden, als dass sie Atomstrom kauften.
Den Jahresbericht der UmweltBank 2010 mit der CO2-Bilanz sowie ausgewählten Kreditbeispielen finden Sie hier.
dpa/pd
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