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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Archiv » Allgemeines » VDMA_Bericht ]
Samstag, 26.05.2012
Allgemeines | 10.06.2010

Landtechnikhersteller investieren in Wachstumsmärkte

Frankfurt - Die Landtechnikbranche erzielte 2009 nach Schätzung des VDMA Landtechnik weltweit ein Umsatzvolumen von 57,5 Milliarden Euro.

Multifunktionsstreuer© Behrens
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Multifunktionsstreuer
© Behrens

In seinem diesjährigen Wirtschaftsbericht erwartet der Verband, dass sich der Umsatz 2010 insgesamt noch leicht rückläufig entwickeln wird. "Dabei haben sich in den vergangenen Monaten die konjunkturellen Unterschiede noch verstärkt. Während in einigen Regionen – wie etwa in Brasilien oder in den USA – Marktzuwächse verzeichnet werden, bleibt die Investitionslaune in Westeuropa insgesamt noch verhalten", erklärte Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik, anlässlich der Publikation des VDMA-Wirtschaftsberichts am Montag in Frankfurt.

Das Marktvolumen für Landtechnik in der Europäischen Union verringerte sich 2009 laut VDMA um 19 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Für dieses Jahr wird mit einer Verlangsamung des Abschwungs auf minus acht Prozent und 19,3 Milliarden Euro Umsatz in der EU gerechnet. Während in einigen zentraleuropäischen Märkten wieder eine deutliche Belebung zu verspüren sei, bleibe die Nachfrage nach neuer Technik in Frankreich und Spanien noch verhalten.

Industrie setzt auf nächsten Aufschwung

Die Hersteller von Landmaschinen und Traktoren setzten jedoch bereits spürbar auf den nächsten Aufschwung. Nachdem die Unternehmen am Standort Deutschland selbst im Krisenjahr 2009 ihre Stammbelegschaft auf dem hohen Vorjahresniveau hätten halten können, würden mittlerweile neue Produktionsstätten am Standort Deutschland, vor allem aber in den Wachstumsmärkten eröffnet. Sowohl die großen, internationalen Konzerne als auch die westeuropäischen Mittelständler investierten momentan verstärkt in Russland und Indien, um die enormen Potentiale dieser Regionen mittel- bis langfristig effizient nutzen zu können.

Ein Wermutstropfen für die exportorientierten, westeuropäischen Hersteller seien die weiterhin protektionistischen Bestrebungen in einigen Märkten. So forciere die russische Industrie derzeit nachdrücklich die Ausweitung der bisher nur auf Mähdrescher und Feldhäcksler erhobenen Importzölle auf weitere Produktsegmente. Gleichzeitig werde ein Lokalisierungsgrad von 50 Prozent als Voraussetzung für die Teilnahme an staatlichen Förderungsprogrammen angestrebt. Ähnliche Tendenzen zeige die chinesische Vergabepolitik bei öffentlichen Ausschreibungen, wobei das Auftragsvolumen größtenteils an inländische Landtechnikunternehmen fließe. (pd) 

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Keywords Protektionismus | VDMA | Wirtschaftsbericht 2009
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