Die Temperaturen von über 25 °C und Gewitterregen in der vergangenen Woche haben zum Erstbefall mit Cercospora in Zuckerrüben geführt. Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier:
Die neue Sorte soll den Einsatz von neuen Wirkstoffen auch auf Zuckerrüben ermöglichen, sowie die Aufwandsmenge und -häufigkeit minimieren.
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Die Protektivwirkung der zum Reihenschluß gespritzten 0,3 Liter pro Hektar Juwel hält circa 14 Tage vor. Bei anhaltender befallsfördernder Witterung mit hoher Luftfeuchte im Bestand sollte innerhalb dieses Zeitraumes die Anschlußbehandlung gegen Cercospora durchgeführt werden, um Ertragsausfälle und Qualitätseinbußen zu vermeiden.
Zudem wird die Blattalterung durch Azole, wie das Epoxiconazol, und vor allem durch Strobilurine deutlich hinausgezögert.
Die photosynthetisch stärksten Blätter, die derzeit gebildet werden, bleiben durch die physiologische Wirkung der Fungizide länger aktiv. Damit unterbleibt der Blattwechsel, der durch Trockenheit und nachfolgenden Regen - vergleichbar mit der Nachschosserbildung - angeregt wird.
Aus diesem Grunde empfehlen wir die frühe Bekämpfung von Cercospora (+ Ramularia + Mehltau) mit Strobilurinen.
Das Juwel braucht in der Regel keinen Partner, außer bei bereits massivem Befall mit Cercospora, weil die Stoppwirkung des Epoxiconazols zu langsam ist.
In diesem Fall müssen Azole mit schneller Anfangswirkung in reduzierter Aufwandmenge zugemischt werden.
Die Bekämpfung von Blattläusen ist im Weizen angebracht, solange der Korninhalt noch flüssig ist. Die Bekämpfungsschwelle ist überschritten, wenn jede fünfte Ähre mit Blattläusen besiedelt ist.
Im Qualitäts- und Saatweizen sollte die Bekämpfungsschwelle niedriger angesetzt werden (jede zehnte Ähre mit Blattläusen), da der Saugschaden durch die mögliche Qualitätsminderung verstärkt wird.
Blattläuse übertragen beim Anstechen das Enzym Amylase (damit sich der Stachel nicht zusetzt). Die Amylaseaktivität setzt den Stärkeabbau in Gang und ist Ursache für geringe Fallzahlen, die die Vermarktung von Brotgetreide in Frage stellen können. Saatgetreide mit geringen Fallzahlen hat häufig Probleme mit der Triebkraft. Bei schwül-warmer Witterung ist vor allem im Süden damit zu rechnen, daß eine spätere Verzögerung der Erntezeit zu Problemen mit der Fallzahl führen kann.
Bei akutem Befall: Insektizide mit Dampfphase
Bei der Bekämpfung eines akuten Blattlausbefalls haben Wirkstoffe mit ausgeprägter Dampfphase deutliche Vorteile. Die Ausbringung sollte spät abends, nachdem die Thermik abgeklungen ist, oder frühmorgens erfolgen, bevor die Thermik in Gang kommt und zu Wirkstoffverlusten führt.
Auch in Sonnenblumen,
Zuckerrüben (ohne Vorlage) und Mais sowie in Körnerleguminosen, die in den letzten drei Wochen noch nicht mit Insektiziden behandelt wurden, werden zunehmend Blattläuse beobachtet.
In Sonnenblumen und Mais sind Blattläuse, die verstärkt in den Blattachseln saugen, häufig Ursache für das vorzeitige Welken von Blättern, das oft als Trockenschaden angesehen wird. Im Gegensatz zu echten Trockenschäden mit meist anfangs noch aufrechten Blättern, klappen Blätter mit Saugschäden durch Blattläuse noch in grünem Zustand nach unten, um später bei Sonnenblumen zu verschwärzen und beim Mais sich rötlich-braun zu verfärben.
Eine Bekämpfung ist zum jetzigen Zeitpunkt in diesen Kulturen dann noch angesagt, wenn nahezu jede fünfte Pflanze mit Blattläusen besiedelt ist.
Auch in
Zuckerrüben und Körnerleguminosen können Blattläuse zum vorzeitigen Welken der Blätter beitragen, hinzu kommt die Gefahr der Übertragung von Virosen.