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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Getreide » VegRep0904_3 ]
Samstag, 26.05.2012
Getreide | 10.04.2010

Schoßgabe beeinflusst Triebentwicklung

In Gersten, Roggen und frühen Weizenbeständen hebt sich in diesen Tagen der erste Knoten. Die Zeit, in der man sich Gedanken über die zweite N-Gabe macht.

© Graf
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© Graf

Die 2. N-Gabe, die Schoßgabe, im Getreide hat einen besseren Einfluß auf die Ährendichte als die Startgabe. Mit der Startgabe wird die Bestockung angeregt und die Ährchenanlage gefördert. Vor allem in früh gedrillten Getreidebeständen werden die im Frühjahr gebildeten Triebe fast gänzlich reduziert. Somit ist der Einfluß der Startgabe vor allem in der Kornzahl je Ähre zu finden.

Zeitpunkt der Düngung wichtig für Triebentwicklung

Mit der Schoßgabe wird die Triebreduktion gefördert beziehungsbeise gehemmt. Hierbei ist weniger die absolute Stickstoffmenge als der Zeitpunkt entscheidend. Wird Stickstoff früh eingesetzt, das bedeutet am Ende der Bestockung (EC 29-30), wird die Bestockung angeregt, die Triebreduktion verhindert. Mit einer frühen Anschlußdüngung kann somit die Bestandesdichte stark erhöht werden. Wird hingegen gewartet bis die ersten Nebentriebe aufhellen, wird die Triebreduktion nicht gehemmt, tendenziell sogar gefördert. In dieser Phase können vor allem der Haupttrieb und der erste und zweite Nebentrieb den Stickstoff aufnehmen. Das führt zu einer stärker apikalen Dominanz und somit zu einer zügigeren Triebreduktion.

Potentielle Ährendichte wichtig für Anschlussdüngung

Vegetationsreport 2010: Wirkstoffe gegen Rapsglanzkäfer wechseln


alle Videos

Für den Zeitpunkt der Anschlußdünung ist somit die potentielle Ährendichte entscheidend. In üppigen Beständen muß die nächste Düngermaßnahme bis EC 31/32 hinausgezögert werden. In schwachen Beständen kann sie relativ zügig erfolgen. Dabei muß noch die Nachwirkung der ersten Gabe in Betracht gezogen werden. Häufig wurde die erste Stickstoffgabe infolge des späten Vegetationsbeginns erhöht. Je höher die erste Gabe ausgefallen ist, um so später kann die Anschlußdüngung erfolgen. Ein einfaches Düngerfenster kann hier helfen.

Gleichmäßigere Aufnahmerate von Ammonium

Die Stickstoffform spielt bei der Anschlußdüngung häufig eine untergeordnete Rolle. In dieser Phase wächst die Pflanze. Bei aktivem Wachstum kann sowohl Nitrat als auch Ammonium und Harnstoff von der Pflanze aufgenommen werden. Die Aufnahmerate von Ammonium ist dabei gleichmäßiger als die von Nitrat. Aus diesem Grund sollte vor allem in üppigen Beständen bei der Anschlußdüngung kein Nitrat verwendet werden. Auf Grund der höheren Konzentration gilt das besonders auf leichten Böden. (pd)

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Keywords N-Gabe | NU Agrar | Schossgabe | Stickstoff | Stickstoffduengung | Vegetationsreport | duengen
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