Samstag, 26.05.2012
Europäische Landtechnikindustrie erwartet weiteres Marktwachstum
Brüssel - Während sich die Aussichten für die Weltwirtschaft momentan verhaltener zeigen, ist die europäische Landtechnikindustrie optimistisch.
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© Amazone
Sie rechnet damit, dass ihre Verkaufszahlen 2012 sogar über das hohe Niveau des Vorjahres hinaus ansteigen werden. "Schließlich sind die Auftragseingänge unserer Unternehmen bis Ende 2011 kontinuierlich angewachsen", sagte Ralf Wezel, Generalsekretär des europäischen Dachverbandes der Landtechnikindustrie CEMA.
Das Geschäftsklima der Branche, welches im Rahmen einer repräsentativen Befragung monatlich erhoben wird, hat sich in den vergangenen zwei Monaten weiter verbessert.
Die Landtechnikbranche profitiert dabei von einer nachhaltigen Boomphase: Fast jeder zweite Top-Manager der Branche prognostiziert daher ein anhaltendes Umsatzwachstum in den kommenden sechs Monaten; lediglich 13 Prozent sind mit der gegenwärtigen Geschäftssituation unzufrieden.
Europäische Landtechnikindustrie steigerte 2011 Umsatz um zwanzig Prozent
Vorläufige Schätzungen gehen für 2011 von einem
Anstieg des Umsatzvolumens der europäischen Landtechnikindustrie um 20
Prozent auf 26 Milliarden Euro aus. Der heimische Markt wuchs um 15 bis
20 Prozent, während die osteuropäischen Märkte (z. B. Russland oder die
Ukraine), die für die Hersteller eine große Bedeutung haben, weitaus
höhere Wachstumsraten verzeichnen konnten. Bezogen auf den deutlichen
Rückgang der Investitionen in den Jahren 2009 und 2010 ist diese
Entwicklung besonders erfreulich. Deshalb ist anzunehmen, dass die
Verkaufszahlen in der ersten Hälfte des Jahres 2012 nochmals höher
ausfallen werden als im Vorjahr.
Branche prognostiziert für 2012 ein Umsatzwachstum von fünf Prozent
Die jüngsten Ergebnisse der CEMA-Befragung zeigen,
dass sich 2012 vor allem die Erholung der osteuropäischen Märkte
fortsetzen wird. Vor allem die ehemaligen GUS-Staaten befinden sich
seit Monaten auf den vorderen Plätzen im Ranking der Wachstumsmärkte.
Andererseits fungieren die westeuropäischen Traditionsmärkte Frankreich
und Deutschland nach wie vor als erfolgreicher Stützpfeiler der
europäischen Landtechnikindustrie. Ausgehend von einem sehr starken
Marktwachstum 2011, befinden sich die Auftragseingänge der
französischen und deutschen Vertriebspartner immer noch auf äußerst
hohem Niveau.
Im zweiten Halbjahr 2012 nimmt die Nachfrage ab
Für die zweite Jahreshälfte ist hingegen von einer
etwas geringeren Nachfrage auszugehen. Somit kann für die europäische
Landtechnikindustrie in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von etwa fünf
Prozent prognostiziert werden. Aufgrund des hohen Auslastungsgrades der
Fabriken investieren viele Hersteller zur Zeit in ihre
Produktionsanlagen und beabsichtigen den Aufbau von Beschäftigung –
freilich unter der Voraussetzung, dass entsprechend qualifizierte
Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind.
pd
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