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"Hurra, ein toller Erfolg", schreibt agrarheute.com-Leser Thomas Richter ironisch unter die gestrige Meldung über das einstweilige Ende des Milchstreiks. "Das EMB und laut deren Darstellungen auch 20.000 streikende deutsche Milchbauern haben mit ihrer Aktion erreicht, daß sich ein Dutzend Minister zu einem Kamingespräch verabreden."
Um das Problem kümmern
"Französische Milchbauern setzen Milchlieferstopp vorerst aus, Milcherzeuger aus Deutschland, Belgien, Österreich, Luxemburg, Italien und die Niederlande schließen sich an", meldete gestern abend die Deutsche Presseagentur. Der Grund für den Burgfrieden liegt darin, dass für den 5. Oktober ein Sondertreffen der EU-Agrarminister zur Milch einberufen werden soll. Sarkozy, Merkel und Barroso sagten zu, sich um katastrophale Lage auf Milchmarkt zu kümmern. Sarkozy hatte - nicht zum ersten Mal - öffentlich erklärt, dass eine Regulierung des Milchmarktes sowie anderer landwirtschaftlicher Märkte notwendig sei.
Versprechen einhalten
"Die Politik bewegt sich. Wir werden einen Aspekt des Aufstandes - den Milchlieferstopp - vorerst unterbrechen, ihn aber sofort wieder aufnehmen, wenn keine klaren politischen Entscheidungen gefällt werden, um die schlimme Lage am Milchmarkt zu überwinden", erklärte Pascal Massol, Präsident der französischen Milcherzeugerorganisation APLI. "Die Milch wird zwar wieder geliefert, die Protestaktionen in den Ländern werden aber unvermindert weitergehen", betont Daniel Condat von der französischen OPL. Vorsorglich wies der EMB darauf hin: Werden die Versprechen nicht eingehalten, wird der Milchlieferstopp wieder aufgenommen.
Welche Versprechen?
Man kann verstehen, dass man der Politik eine Chance geben möchte. Doch man fragt sich: Welche Versprechen? Zusagt ist nur, dass man sich zu Gesprächen trifft. Und: dass man sich drum kümmern werde. Doch solche Gespräche gab es in diesem Jahr einige. Inklusive einer europaweiten Analyse des Milchmarktes, welche die EU-Kommission in Auftrag gegeben hatte. Alle Aktivitäten hatten eines gemeinsam: Eine Absage für eine Mengenregulierung.
Illusorisches Ziel verfehlt
Kommen wir zurück auf unseren Leser: "Rational betrachtet, könnte man es auch so formulieren, daß ein illusorisches Ziel erwartungsgemäß deutlich verfehlt wurde", meinte Thomas Richter am Ende seines Kommentars.

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