Samstag, 26.05.2012
Weitere Neuheiten in der Außenwirtschaft
In diesem Artikel lesen Sie mehr über weitere Neuheiten in der Außenwirtschaft. Gigantische Futtervorlagetechnik, pfiffige Ideen, die den Arbeitsalltag erleichtern und alte Techniken, die überarbeitet neu auf den Markt gebracht werden.
Trioliet präsentiert den weltweit größten 3-Schnecken Futtermischwagen
Der neue Futtermischer hat drei Vertikalmischschnecken und eine Kapazität von 52 Kubikmetern.
© Trioliet
Triple X ist der Name des neuen Mischers. Dahinter verbirgt sich ein Futtermischwagen auf Tridemachse mit drei Vertikalmischschnecken und einer Kapazität von 52 Kubikmetern. Das Fassungsvermögen beträgt 22.500 kg, d.h. es können etwa 360 Milchkühe mit einer Mischung gefüttert werden. Durch den intelligenten Antrieb beträgt die erforderliche Traktorleistung nur 240 PS. Dieses neue Dreiganggetriebe verhindert eine hohe Belastung im Antriebssystem des Mischers und des Traktors.
Strautmann mit mehr Volumen am Markt
Optional sind die Strautmann Giga-Trailer der Serie 5401 mit einem Wiegesystem auszustatten, welches u.a. bei der Abrechnung im Maisverkauf behilflich sein kann.
© Strautmann
Mit dem neuen Häckseltransportwagen Giga-Trailer 5401 erfüllt Strautmann mit 52m³ (nach DIN) Ladevolumen, dass entspricht einem Leergewicht von ca. 10,5 t fast 24 t Nutzlast, die Forderung nach mehr Transportvolumen. Dieses Volumen ist nur mit einem sehr hochwertigen Fahrwerk zu realisieren. Denn nicht nur die Erntemengen von Häckselgut steigen stetig, auch die Transportentfernungen werden größer. Die elektrisch-hydraulische Zwangslenkung kennt man bei Strautmann bereits aus dem Ladewagenbau. Durch die schlanke Deichsel entsteht ein höchstmöglicher Lenkeinschlag. So behält dies große Fahrzeug trotz seiner Abmessungen noch eine gute Wendigkeit. Anders als bei rein hydraulischen Zwangslenkungen wird der Lenkeinschlag der Fahrgeschwindigkeit angepasst. Wird mit hohen Geschwindigkeiten im Straßenverkehr gefahren, so wird der Lenkeinschlag reduziert; dies führt zu einer hohen Fahrstabilität.
Pöttinger Ladegutsicherung – cover plus
Die Steuerung der Ladegutsicherung ist in die Bedienung Power Control integriert und arbeitet vollautomatisch.
© Pöttinger
Pöttinger greift hier die Diskussionen des Gesetzgebers auf, die bereits in Richtung möglicher gesetzlicher Vorschriften zur Ladegutabsicherung bei landwirtschaftlichen Gütern gehen. Das Erntegut, speziell leichtes Häckselgut, wird mit der cover plus Ladungssicherung gut abgesichert und kann beim Straßentransport nicht mehr verloren gehen. Speziell für Biogasanlagen ein interessantes Thema. Auf Wunsch ist die Ladegutabsicherung derzeit bei den Ladewagentypen JUMBO 7210 L combiline und 10010 L combiline erhältlich, ab nächstem Jahr bei allen JUMBO combiline Modellen verfügbar. Die Steuerung der Ladegutsicherung ist komfortabel in die Bedienung Power Control integriert und arbeitet vollautomatisch. Fehlbedingungen können aufgrund eingebauter Sensoren ausgeschlossen werden.
Krone: Fortima ersetzt VarioPack
Die Stabkettenförderer-Technik besticht durch einen äußerst geringen Antriebsleistungsbedarf; hier reicht ein Schlepper ab ca. 50 PS völlig aus.
© Krone
Fortima so heißt das Nachfolgemodell der zehntausendfach bewährten Krone Vario Pack. Die neue Rundballenpressen-Baureihe erinnert optisch an die Comprima. Die Fortima mit variabler Kammer ist in zwei Varianten erhältlich: Fortima V 1500 (Ballendurchmesser 1,0 bis 1,50 m) und Fortima V 1800 (Ballendurchmesser 1,0 bis 1,80 m); beide Typen sind jeweils auch mit MultiCut-Schneidwerk verfügbar. Die Fortima über die EasyFlow Pickup mit 2,05 m Arbeitsbreite, den Stabkettenelevator sowie über Netz- und/oder Garnbindung. Die neue Pick-up EasyFlow kommt komplett ohne Kurvenbahnsteuerung aus, denn hier sind die Zinkenträger direkt auf Rotorscheiben links und rechts der Pick-up befestigt. Die Vorteile der Kurvenbahnlosen Pick-up liegen auf der Hand: Die Maschine hat durch ihren einfacheren Aufbau deutlich weniger bewegliche Teile; folglich treten weniger Verschleißerscheinungen auf. Auch bei der Bedienung setzt Krone Praxiswünsche um. In Verbindung mit dem neuen Komfort-Bordcomputer ist die Maschine ISOBUS-fähig. Neben der Bedienung und Funktionsprüfung kann der Fahrer alle Einstellungen, wie z.B. Netzlagenanzahl, einfach und bequem aus der Kabine steuern. Für eine weitere Entwicklung im Bereich der Rundballenpressen gab es
eine Goldmedallie von der DLG.
John Deere entwickelt E-Motoren für Anbaugeräte weiter
Die neue 6R-Baureihe von John Deere umfasst neun Modelle von 125 bis 240 PS Nennleistung.
© John Deere
Zusammen mit den Traktoren Baureihe 6R bietet John Deere künftig auch das Modell 6RE an. Seine beiden Vorgänger 7430 E Premium und 7530 E Premium waren mit einem 20 kW Kurbelwellengenerator ausgerüstet, der bei Bedarf den elektrischen Lüfterflügel und weitere Nebenaggregate des Motors mit Energie versorgte. Gleichzeitig stellte er im stationären Betrieb 5 kW Leistung über zwei Steckdosen bereit. Mit dem neuen 6219RE erklimmt John Deere jetzt die nächste Stufe der Evolution. Der 6210RE wird E-Motoren und elektrische Antriebe von Anbaugeräten während der Fahrt mit Energie versorgen können. Bisher müssen Anbaugeräte entweder über die Zapfwelle oder hydraulisch angetrieben werden. Ein elektrischer Antrieb ist da eine wirtschaftliche Alternative. Beim elektrischen Betrieb eines Düngerstreuers zum Beispiel kann der Fahrer durch Steuerung der Wurfscheiben die Düngermenge binnen Millisekunden verändern. Abgesehen von der mit diesem Antrieb geringeren Kraftstoffeinsparung lässt sich damit auch Dünger einsparen. Es müssen nur zwei Steckverbindungen hergestellt werden.
Triebachse Fliegl “Power DriveElect“
Transportarbeiten sind nun auch unter widrigeren Bedingungen länger möglich. Außerdem können aufgrund höherer Transportgewichte und unterstütztem Vortrieb Fahrten und Motorleistung eingespart werden.
© Fliegl
Mit einem neuartigen Transportkonzept wartet die Fliegl Agrartechnik, Töging, zur Agritechnica 2011 auf. Hierzu hat das Unternehmen die elektrisch angetriebene Triebachse Fliegl „Power DriveElect“ für Anhänger entwickelt. Diese nutzt die Energieeffizienz von integrierten Stromgeneratoren künftiger Traktorengenerationen. Triebachsen an Anhängern waren ab Mitte des letzten Jahrhunderts für PS-schwache Traktoren hilfreich. Diese waren in der Lage, schwere Lasten unter schwierigen Bedingungen zu ziehen. Allerdings wurden Triebachsen nur temporär genutzt, meistens nur dann, wenn die Antriebsräder der leichten Traktoren mangels ungenügender Belastung unter erschwerten Bedingungen durchdrehten und der gesamte Zug stecken blieb. Nachdem sich PS-starke Traktoren, dazu mit Allradantrieb, durchgesetzt haben, verschwand bald die Triebachse an Anhängern.
Elegantere und flexiblere Lösungen später, wie Antriebe mit Hydraulikmotoren, warten mit geringen Wirkungsgrade zwischen 15 bis 25 Prozent auf. Auch das hydraulische System „Load Sensing Power Beyond“ mit Wirkungsgraden zwischen 25 bis 55 Prozent kann nicht mit dem elektrischen Generatorenantrieb konkurrieren. Dessen Wirkungsgrad liegt deutlich höher zwischen 65 bis 75 Prozent und ist damit die Basis für das Transportkonzept der Zukunft.
Ballenteiler für bequemes Ballenhandling
Durch die Klemmvorrichtung werden die Folien und Netze sicher vom Ballen getrennt.
Stoll stellt in Hannover einen Ballenteiler mit patentierter Netz- und Folienklemmvorrichtung für Rundballen vor. Dank diesem neuartigen Prinzip brauchen Netz und Folie nicht mehr per Hand entfernt werden. Nach der Aufnahme der Folienballen hält beim neuen Ballenteiler von Stoll eine hydraulisch gesteuerte Klammer die Folie und das Netz fest. Das Schneidmesser halbiert den Ballen und die vordere Hälfte fällt herunter. Der Traktor fährt anschließend etwas weiter und kippt die hintere Hälfte aus. Jetzt zieht er Folie und Netz zusammen heraus und legt diese am Folienlager ab. Das Ganze geschieht ohne dass der Fahrer absteigen muss.
Auch zum Befüllen von Futtermischwagen ist der Ballenteiler hervorragend einsetzbar. Der Ballen wird geteilt und fällt dann portionsweise in den Mischbehälter. Dadurch werden die Ballen im Mischwagen schneller aufgelöst, die Zeit zur Futterbereitung verkürzt sich. Selbstverständlich können auch Stroh- und Heuballen mit dem Ballenteiler halbiert werden, während das Netz von der Klemmvorrichtung gehalten wird.
Amazone: Neue 12.000 Liter Pflanzenschutzspitze
Die Saugleistung der UX 11200 beträgt über 900 l/min mit dem 4 Zoll-Sauganschluss und trägt damit zu geringen Füllzeiten bei.
© Amazone Werke
Die Amazone-Werke erweitern ihr breites Programm an Pflanzenschutzgeräten um ein neues Modell der UX Baureihe. Das Fahrzeugkonzept der 12.000 l-Spritze umfasst eine niveauregulierten hydropneumatischen Achsfederung mit Wankstabilisierung und hohe Bereifungen bis 1,95 m Durchmesser. Mit 40 km/h Zulassung, serienmäßigem automatischem Bremskraftregler und bis zu 3 t Stützlast in der Untenanhängung macht die UX 11200 sowohl auf der Straße wie auch im Feld eine gute Figur. Die Super-L-Gestänge von 24 bis 40 m Arbeitsbreite sind mit diesem Fahrwerk noch besser geführt und in Transportstellung kompakt geklappt. Das Fahrwerk verfügt serienmäßig über eine nachlaufgelenkte Hinterachse für gutes Fahrverhalten und geringe Spurschäden. Als Option kann die UX 11200 auch mit der elektronisch gesteuerten DoubleTrail-Achsschenkellenkung ausgerüstet werden. Besonders wichtig für Reihenkulturen wie Kartoffeln oder Rüben oder auch kleine Schlagstrukturen ist die elektronische Nachlaufsteuerung beider Achsen. Dabei wird die Spurtreue zum Traktor sehr gut erreicht und vor allem das Gestänge nicht durch die Lenkbewegungen negativ beeinflusst. Eine 750 l/min Pumpenanlage bietet garantierte effektive Rührleistungen auch bei geringen Aufwandmengen oder komplexen Mischungen. Je nach Einsatzfall können 500 l/min für das Rührwerk eingesetzt werden oder auch bis zu 400 l/min für maximale Ausbringmengen mit der HighFlow-Sonderausstattung.
Holmer rodet nun auf neun Reihen
Für mehrreihige Aggregate hat HOLMER das Schnellkuppelsystem HOLMER
EasyConnect entwickelt.
© Holmer Maschinenbau
Mit dem neuen „9-Reiher“ kann eine Erhöhung der Flächenleistung der Grundmaschine bei gleichbleibender Arbeitsgeschwindigkeit realisiert werden. Dies reduziert den Kraftstoffverbrauch je Hektar und erlaubt so eine Effizienzsteigerung im Gesamtverfahren der Rübenernte. Dabei baut das 9-reihige Aggregat auf das bewährte 6-reihige HR-Aggregat auf und arbeitet mit vergleichbarer Funktionsweise.
Für eine Abreinigung der Rüben sorgt der mit 7 Walzen ausgestattete Rodewalzentisch, dessen Drehzahl stufenlos an die Gegebenheiten angepasst werden kann. Zwei Walzen fördern dabei die Rüben auseinander, die verbleibenden Walzen führen wieder zusammen. Dadurch durchlaufen sie bereits am Walzentisch einen langen aber anpassbaren Reinigungsweg. Der verbesserte
Windungsaufbau erlaubt es das Drehzahlniveau grundsätzlich zu senken, wodurch
Wurzelbruchverluste und Oberflächenbeschädigungen weiter minimiert werden konnten.
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