Samstag, 26.05.2012
Europäischer Weizen erneut zu teuer
Zum zweiten in Folge gewannen US-Anbieter die Ausschreibung der staatlichen ägyptischen Getreidebehörde GASC.
Sowohl in Paris wie Chicago verzeichnete der Weizen zum Wochenschluss Gewinne.
© Beuermann/www.landpixel.eu
Der Zuschlag des weltweit größten Weizenimporteurs Ägypten erfolgte am 15. Februar für die Lieferung von 180.000 Tonnen (t) Weizen zum Preis von 259 US-Dollar (USD/t) (199 Euro/t). Lieferzeitraum ist der 11. bis 20. April.
Der ebenfalls angebotene Weizen aus Frankreich war trotz eines kräftigen Preisrückgangs noch immer zu teuer und erhielt keinen Zuschlag. Aus Russland und Argentinien lagen diesmal keine Angebote vor.
Bereits bei der letzten Ausschreibung am 11. Februar war der US-Weizen deutlich billiger als die Ware aus Frankreich, Argentinien und Russland. Vor fünf Tagen hatte Ägypten 55.000 t US-Weizen für 262 USD/t (201 Euro/t) gekauft.
Keine Angebote aus Russland und Argentinien
Das günstigste französische Angebot kostete diesmal 272,98 USD/t (210
Euro/t) und war damit sogar zehn US-Dollar günstiger als vor fünf Tagen
(283,45 USD/t). Das teuerste Angebot aus Frankreich lag diesmal bei
284,90 USD/t und damit ebenfalls unter der teuersten Offerte von letzter
Woche (288,44 USD/t). Für weitere Angebote aus den USA lagen die
Preise zwischen 259,67 USD/t und 262,85 USD/t. Russische oder
argentinische Angebote gab es diesmal nicht.
Bei der Auktion vor einer
Woche wurde russischer Weizen für 292,75 USD/t angeboten und die Ware
aus Argentinien zu 275,50 USD/t. Damit war russischer Weizen zuletzt am
teuersten und hat offenbar seine bisherige Preisführerschaft verloren.
Zudem erschweren die zugefrorenen Flüsse und Schwarzmeerhäfen den
Transport.
Deutscher Brotweizen für den Export kostete an
fob-Ostseehäfen am 16. Februar je nach Frachtgröße zwischen 219 und
227 Euro/t (271-295 USD).
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.