Samstag, 26.05.2012
Landwirte setzen verstärkt auf Z-Saatgut
Bonn - Wegen der schwierigen Ernte- und Saatbedingungen im Herbst haben Landwirte bei Wintergetreide verstärkt auf Z-Saatgut gesetzt. Insgesamt stieg der Saatgutwechsel um fünf auf 56 Prozent.
Aufgrund der enormen Auswinterungen wird Landwirten und Händlern eine Ausnahmeregelung angeboten.
© Mühlhausen/landpixel
Auswinterungsschäden und Umbrüche führten im Frühjahr dieses Jahres zu einem Anstieg des Saatgutabsatzes auch bei den Sommerungen.
"Der positive Trend belegt, dass Z-Saatgut als hochwertiges Betriebsmittel gerade unter erschwerten Voraussetzungen bei der Aussaat von den Kunden geschätzt wird. Z-Saatgut überzeugt neben seiner Genetik durch verbindliche Qualitätseigenschaften", sagt Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP).
BDP: Brauchen rechtlichen Rahmen für die Nachbauregelung
Die gesetzlichen Standards für die Saatgutvermehrung und Saatgutqualität
werden durch brancheninterne Qualitätssicherungssysteme ergänzt, berichtet der BDP.
Z-Saatgut biete somit mehrfach kontrollierte Qualität eines
leistungsstarken Verbunds aus Züchtung und Saatgutproduktion.
Die Anforderungen, die an die Entwicklung moderner Sorten gestellt
werden, sind hoch: Krankheitsresistenzen, Frost- und
Trockenstresstoleranzen sowie kontinuierlich steigende Erträge. Durch
den Einsatz von professionell erzeugtem Z-Saatgut trägt
der
Landwirt zur Finanzierung der langwierigen und kostenintensiven
Saatgutentwicklung bei, so der BDP.
"Darüber hinaus brauchen wir unbedingt einen
stabilen rechtlichen Rahmen im Bereich der Nachbauregelung. Die
angemessene Entlohnung der Züchtungsleistung ist Voraussetzung für
kontinuierlichen Züchtungsfortschritt und eine dauerhafte
Spitzenposition der deutschen Landwirtschaft in der Getreideerzeugung",
so Schäfer.
pd
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