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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Energie » Spezielles » Weltklimarat ]
Samstag, 26.05.2012
Spezielles | 10.05.2011 Redaktion agrarheute.com

Weltklimarat: 77 Prozent erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 möglich

Abu Dhabi/Berlin - Mehr als drei Viertel aller Energien könnten nach einer Studie des Weltklimarates IPCC im Jahr 2050 aus alternativen Quellen stammen.
Die Energiewende stimmt die Windkraft-Industrie äußerst optimistisch.© Christian Wöller/aboutpixel.de
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Die Energiewende stimmt die Windkraft-Industrie äußerst optimistisch.
© Christian Wöller/aboutpixel.de
Voraussetzung sind optimale politische Bedingungen und hohe Investitionen für erneuerbare Energien. Das geht laut dpa aus einem 900 Seiten umfassenden Report des IPCC hervor, dessen Hauptergebnisse gestern in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten präsentiert wurden. Für den Bericht hatten 120 Forscher den Stand der Literatur zusammengefasst.
 
Die fossilen Rohstoffe Kohle, Öl und Gas stellten laut IPCC nach jüngsten verfügbaren Daten von 2008 rund 85 Prozent der genutzten Energie bereit, die Atomkraft lag bei zwei Prozent. Die regenerativen Energien kamen insgesamt knapp auf einen Anteil von 13 Prozent. Knapp die Hälfte davon (sechs Prozent) entfallen allerdings auf traditionelle Holz- und Dungverbrennung, rund vier Prozent auf effizientere Bio-Energie wie moderne Holzschnitzelanlagen und Biotreibstoffe. Es folgen Wasserkraft (2,3 Prozent), Windkraft (0,2 Prozent), Solarenergie und Erdwärme (je 0,1 Prozent) sowie Meeresenergie (0,002 Prozent).
 
164 Zukunftsszenarien berechnet
 
Die modernen regenerativen Energieformen werden laut Report immer günstiger und haben starke Zuwachsraten. Der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat 164 Zukunftsszenarien berechnet, die verschiedene politische und wirtschaftliche Ausgangsdaten hatten und vier beispielhafte davon genauer analysiert. Das Ergebnis: Auch in rund 40 Jahren kann die Menschheit nicht völlig auf Kohle, Gas und Erdöl verzichten. Je nach Unterstützung durch Politik und Wirtschaft könnten die Erneuerbaren im Jahr 2050 einen Anteil von bis zu 77 Prozent erreichen. In den vier beispielhaften Szenarien gingen die Forscher für den Zeitraum 2011 bis 2020 von Investitionen in Höhe von 1.360 bis 5.100 Milliarden US-Dollar (938 bis 3.517 Milliarden Euro) aus. Für das folgende Jahrzehnt waren es 1.490 bis 7.180 Milliarden US-Dollar. Das Geld müsse aus einem weiten Spektrum an Finanzquellen von Politik und Wirtschaft kommen.
 
Kosten betragen etwa ein Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes
 
Laut IPCC werden die Kosten für die erneuerbaren Energien jedoch nicht höher sein als ein Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes. Derzeit würden die künftigen Gewinne der Erneuerbaren oftmals zu wenig in die Kalkulationen einbezogen. Zudem würden die "Nebenkosten " der fossilen Energien wie Erderwärmung und Gesundheitsschäden zu gering angesetzt, so die Wissenschafter. Technisch könnten 560 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) Kohlendioxid mit regenerativen Energien eingespart werden, um die Erderwärmung zu begrenzen ", sagte Mitautor Sven Teske mit Blick auf den Jahresausstoß 2050.
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion Joule Windkraft im Süden
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Keywords Atomkraft | Energieautarkie | Energiewende | Gas | KOhle | Solarenergie | Wasserkraft | Weltklimarat | Windkraft | alternative Energien | erneuerbare Energien | studie | Öl
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